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Leben mit Krebs

05.02.2002 - (idw) Universität Leipzig

Das Tumorzentrum am Universitätsklinikum Leipzig e.V. nimmt sich gemeinsam mit dem Gesundheitsamt der Stadt Leipzig auch der Sorgen und Nöte von krebskranken Patienten und ihrer Angehörigen an. Es führt am 9. Februar 2002, 9.30 bis 14.00 Uhr, im Kleinen Hörsaal des Carl-Ludwig-Insitutes für Physiologie, Liebigstraße 27, ein Patientenforum durch, zu dem alle interessierten Leipziger eingeladen sind. Mit dieser Veranstaltung will der Sprecher des Tumorzentrums, Prof. Dr. Friedrich-Hugo Kamprad, erreichen, dass über eine größtmögliche Aufklärung aller Betroffenen durch Krebsspezialisten des Universitätsklinikums nicht nur Ängste und Sorgen gemildert werden können, sondern auch ganz praktische Hilfe geboten wird.

Das Tumorzentrum am Universitätsklinikum Leipzig e.V. nimmt sich gemeinsam mit dem Gesundheitsamt der Stadt Leipzig auch der Sorgen und Nöte von krebskranken Patienten und ihrer Angehörigen an. Es führt am 9. Februar 2002, 9.30 bis 14.00 Uhr, im Kleinen Hörsaal des Carl-Ludwig-Insitutes für Physiologie, Liebigstraße 27, ein Patientenforum durch, zu dem alle interessierten Leipziger eingeladen sind. Mit dieser Veranstaltung will der Sprecher des Tumorzentrums, Prof. Dr. Friedrich-Hugo Kamprad, erreichen, dass über eine größtmögliche Aufklärung aller Betroffenen durch Krebsspezialisten des Universitätsklinikums nicht nur Ängste und Sorgen gemildert werden können, sondern auch ganz praktische Hilfe geboten wird.

Auf Initiative von Prof. Dr. Reinhold Schwarz, Leiter der Tumorberatungsstelle am Universitätsklinikum Leipzig und Leiter der Selbständigen Abteilung für Sozialmedizin, organisierte das Tumorzentrum ein Patientenforum, auf dem renommierte Wissenschaftler des Uniklinikums Vorträge zu verschiedensten Aspekten von Krebserkrankungen halten und Patienten und ihre Angehörigen Fragen zu allen ihre Erkrankung betreffenden Probleme stellen können. Es handelt sich um die erste Veranstaltung dieser Art, die, sollte sie sich bewähren, aber fortgesetzt werden soll.

Prof. Schwarz führt viele Ängste, die Krebspatienten haben, zurück auf mangelnde Information und Aufklärung. "Deshalb ist es Aufgabe von uns Ärzten, zuverlässige Informationen zu vermitteln", stellt er fest. "Das ist umso mehr notwendig, da die Menschen immer älter werden und das Krebsrisiko mit zunehmendem Alter steigt."

Die Diagnose "Krebs" ist wohl für jeden zunächst einmal ein Schock, bedeutet sie doch in der Regel tiefe Eingriffe in das bisherige Leben. Für viele ist ein Leidensweg präsent, den sie zumindest aus Erzählungen kennen. Hinzu kommen massive Ängste und Niedergeschlagenheit. Prof. Schwarz schätzt ein, dass die Prognose für Krebs-Patienten nicht schlechter ist als für Herzinfarkt-Patienten. Die Diagnose Krebs assoziiere sich aber vor allem mit Siechtum und Versagen, Herzinfarkt dagegen mit Stress und Tüchtigkeit. Das seien Vorurteile, gegen die man nur langfristig angehen könne. Was man aber sofort tun könne, sei über neue diagnostische und therapeutische Methoden von bösartigen Tumoren zu informieren. Hier gibt es mittlerweile Fortschritte, die das Leben mit Krebs erträglicher machen. Vor Krebsschmerz z.B. braucht sich kaum jemand noch zu fürchten, denn immer bessere Medikamente werden inzwischen zur seiner Bekämpfung eingesetzt.

Nach wie vor aber ist Früherkennung die beste Voraussetzung für die Heilbarkeit von Krebs. Noch besser ist es, so Prof. Schwarz, bestimmte krebsauslösende Faktoren zu vermeiden, z.B. Rauchen, Alkohol, ungesunde Lebensweise im allgemeinen. Auf jedem Fall sollte man die gesetzlich zugesicherten Möglichkeiten der Krebs-Früherkennung nutzen.

Das oben angekündigte Patientenforum setzt sich mit einer breiten Palette von Themen auseinander. Die Veranstaltung beginnt mit der Frage "Ist Krebs erblich?", die von Prof. Ursula Froster, Direktorin des Institutes für Humangenetik der Universität Leipzig beantwortet wird. Der renommierte Leipziger Onkologe Prof. Manfred Schönfelder stellt dann aus der Sicht des Chirurgen dar, wie schonend Krebstherapie heute sein kann. Die gleiche Frage aus der Sich des Strahlentherapeuten beantwortet Prof. Wolfgang Prager. Neben diesen medizinischen Fragen widmet sich Helga Wittmann, Expertin für Versicherungsangelegenheiten am Gesundheitsamt der Stadt Leipzig, der Problematik der sozialen Absicherung bei längerer Krankheit und die Psychologin Dr. Christina Schröder informiert darüber, was eine Patientenverfügung beinhalten soll.

Nach einem kleinen Lunch führt Prof. Prager alle Interessierten durch die Klinik für Strahlentherapie.

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