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Humboldt brachte eine pflanzliche Droge von Südamerika-Expeditionen mit

05.02.2002 - (idw) Georg-August-Universität Göttingen

Fast 60 Jahre lagerte die historische Drogensammlung der Universität Göttingen mit insgesamt 10.000 Proben - darunter auch eine pflanzliche Droge, die Alexander von Humboldt von seinen Südamerika-Expeditionen zu Beginn des 19. Jahrhunderts mitgebracht hatte - auf dem Dachboden des Albrecht-von-Haller-Instituts für Pflanzenwissenschaften. Nach Abschluss der im Herbst 1997 begonnenen Restaurierungs- und Katalogisierungsarbeiten wird die Sammlung des Göttinger Pharmazie-Professors Heinrich August Ludwig Wiggers (1803 bis 1880) am heutigen Mittwoch (6. Februar 2002) der Abteilung Systematische Botanik unter der Leitung von Prof. Dr. Robbert Gradstein übergeben. Die "Pharmakognostisch Warenkundliche Referenzsammlung" steht damit der Biologischen Fakultät der Georg-August-Göttingen für die wissenschaftliche Arbeit wieder zur Verfügung.

Pressemitteilung
Göttingen, 6. Februar 2002 / Nr. 70/2002

Humboldt brachte eine pflanzliche Droge von Südamerika-Expeditionen mit
Restaurierungsarbeiten der historischen Göttinger Drogensammlung abgeschlossen

(pug) Fast 60 Jahre lagerte die historische Drogensammlung der Universität Göttingen mit insgesamt 10.000 Proben - darunter auch eine pflanzliche Droge, die Alexander von Humboldt von seinen Südamerika-Expeditionen zu Beginn des 19. Jahrhunderts mitgebracht hatte - gut verpackt auf dem Dachboden des Albrecht-von-Haller-Instituts für Pflanzenwissenschaften. Im Herbst 1997 begannen Wissenschaftler des Instituts damit, die Sammlung des Göttinger Pharmazie-Professors Heinrich August Ludwig Wiggers (1803 bis 1880) aufzuarbeiten. Nach Abschluss der Restaurierungs- und Katalogisierungsarbeiten wird die Sammlung am heutigen Mittwoch (6. Februar 2002) der Abteilung Systematische Botanik unter der Leitung von Prof. Dr. Robbert Gradstein übergeben. Die "Pharmakognostisch Warenkundliche Referenzsammlung" steht damit der Biologischen Fakultät der Georg-August-Göttingen für die wissenschaftliche Arbeit wieder zur Verfügung.

Heinrich August Ludwig Wiggers, der als Generalinspektor der Apotheken des Königreiches Hannover tätig war, gilt als einer der Begründer der Pharmakognosie. Damit wird die Lehre von den für Arzneimittel benutzten Rohstoffen des Tier- und Pflanzenreiches bezeichnet. Von 1836 an, als Wiggers erst als Privatdozent und später als Professor in Göttingen lehrte, baute der Forscher die Sammlung an der Georg-August-Universität auf. Systematisch erweitert wurden die botanischen, mineralogischen und tierischen Muster und Proben durch seinen Nachfolger, Prof. Dr. Albert Peter (1853 bis 1937). Prof. Peter kaufte, tauschte und führte auch eigene Sammelexpeditionen durch. 1935 wurde die pharmazeutische Ausbildung von der Universität Göttingen nach Braunschweig verlagert und in diesem Zusammenhang die Lehrsammlung verpackt und eingelagert.

Kontaktadresse:
Prof. Dr. Robbert Gradstein
Georg-August-Universität Göttingen
Biologische Fakultät
Albrecht-von-Haller-Institut für Pflanzenwissenschaften
Abteilung Systematische Botanik
Tel. (0551) 39-5732 oder 39-2229, Fax (0551) 39-2329
e-mail: sgradst@gwdg.de
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