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Herbsttagung der Konferenz Hessischer Fachhochschulpräsidenten (KHF)

30.10.2002 - (idw) Fachhochschule Fulda

Im Rahmen der traditionellen Herbsttagung der Konferenz Hessischer Fachhochschulpräsidenten (KHF), die am 28. und 29. Oktober nahe Fulda stattfand, wurde der Vorsitzende, der Präsident der Fachhochschule Fulda, Professor Dr. Roland Schopf, zusammen mit seinem Stellvertreter, Prof. Dr. Christoph Wentzel (FH Darmstadt) einstimmig wieder gewählt.
In der KHF sind die Mitglieder der Präsidien der fünf staatlichen Fachhochschulen des Landes Hessen sowie die Präsidentin der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt zusammengeschlossen.
In der Pressekonferenz der fünf Hessischen Fachhochschulpräsidenten wurde insbesondere herausgehoben:

Anstieg der Erstsemesterzahlen zum Wintersemester 2002/2003

Im Wintersemester 2002/2003 haben über 8.000 Studienanfängerinnen und Studienanfänger ein Studium an den 5 staatlichen Fachhochschulen begonnen (gegenüber knapp 7.000 Studienanfängern im Wintersemester 2001/2002). Die Steigerungsrate beträgt etwa 15.%.
Dabei entfallen auf die FH Darmstadt 2539, FH Frankfurt am Main 1306, die FH Fulda 946, die FH Gießen-Friedberg 1689 und die FH Wiesbaden 1594 Studierende im 1. Fachsemester (vorläufige Zahlen).
Die Studienanfänger verteilen sich auf die Ingenieurwissenschaften zu 41,8 % (3377), die Naturwissenschaften und Mathematik (einschließlich Informatik) zu 19,1 % (1544), Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften zu 30,9 % (2495), Agrarwissenschaften zu 4,8 % (387) und Kunst/Design zu 1,8 % (144).
Die höchsten Anfängerzahlen weisen die wirtschaftswissenschaftlichen Studiengänge (1.227), Informatik (1039) und Sozialwesen (-arbeit/-pädagogik) (849) auf, deren Aufnahmezahlen jedoch durch einen NC, entsprechend der außerordentlichen Nachfrage, beschränkt wird. Bei den Ingenieurwissenschaften ist eine Zunahme um mehr als zehn Prozent festzustellen.

Abschluss der Zielvereinbarungen mit dem Ministerium greifbar nahe, Leistungsorientierte Mittelzuweisung für den Haushalt 2003

Die Ministerin hat, so der Vorsitzende Prof. Dr. Schopf, mit dem Abschluss des Hochschulpaktes für alle hessischen Hochschulen Bedeutendes geleistet und insbesondere Haushalts- und Planungssicherheit geschaffen. Die Präsidenten bedankten sich bei Wissenschaftsministerin Ruth Wagner für ihren außerordentlichen Einsatz bei diesem innovativen Paradigmenwechsel hin zu größerer Eigenverantwortlichkeit der Hochschulen. Besonders begrüßten die Präsidenten, dass im Rahmen der sogenannten Leistungsorientierten Mittelzuweisung der Lehre als zentraler Aufgabe der Hochschulen besonderes Gewicht beigemessen werde.
Die Präsidenten der hessischen Fachhochschulen haben nach der Unterzeichnung des Hochschulpaktes mit der Landesregierung im Januar 2002 die Zielvereinbarungen für ihre jeweilige Hochschule unterschriftsreif mit dem Ministerium vorbereitet. Auf den Grunddaten der Zielvereinbarungen beruhen bereits die schon bekannt gegebenen Budgets für das Wirtschaftsjahr 2003.
Präsidenten und Ministerin für hochschulspezifische Methoden der Kosten- und Leistungsrechnung
Die Präsidenten begrüßten ausdrücklich, dass die Ministerin eine eindeutige Position gegen ein Einheitskonzept der Kosten- und Leistungsrechnung für alle Landesbehörden bezogen habe, das zum Beispiel durch eine aufwändige, tägliche detaillierte Zeitaufschreibung der Bediensteten ein insbesondere für die Hochschulen ungeeignetes Verfahren der Kostenermittlung erzwingen würde. Damit habe die Ministerin nicht zuletzt die besonderen Anstrengungen der Hochschulen gewürdigt, eine Vorreiterrolle bei der Umsetzung der Verwaltungsreform zu übernehmen und ein den besonderen Anforderungen der Hochschulen angepasstes Konzept zu entwickeln.

Lübecker Thesen

Die intensive Diskussion der 18 Lübecker Thesen zur Entwicklung der Fachhochschulen (19. Mitgliederversammlung der Mitgliedergruppe der Fachhochschulen in der Hochschulrektorenkonferenz am 21. Und 22. Oktober dieses Jahres) werde für die hessischen Fachhochschulen erste Konsequenzen haben, so die FH-Präsidenten: beginnend mit dem Ingenieurbereich werden Schwerpunktsetzungen und Profilbildungen unter Federführung der Präsidenten zwischen den hessischen Fachhochschulstudiengängen abgesprochen werden. Die KHF hat sich für dieses Unternehmen einen Zeitrahmen von sechs Monaten gesetzt. In Lübeck war herausgestellt worden, dass "angesichts der gegebenen Wettbewerbssituation ... bereits jetzt die Spielräume der einzelnen Hochschulen für eine Ausgestaltung ihres Profils ... substantiell zu erweitern" seien.

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