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Hochschule Anhalt mit Visualisierungen von Denkmalen auf der Cebit 2002

04.03.2002 - (idw) Hochschule Anhalt (FH)

Hochschule Anhalt mit Visualisierungen von Denkmalen auf der Cebit 2002

Seit mehreren Jahren ist die Hochschule Anhalt (FH) erfolgreich auf dem Gemeinschaftsstand der Hochschulen und Forschungseinrichtungen Sachsen-Anhalts mit aktuellen praxisorientierten Entwicklungen präsent.
Mit einem Drittmittelaufkommen von 5,6 Mio DM im Jahre 2001 wird deutlich, dass die Hochschule Anhalt (FH) in der Region ein sehr leistungsstarker Forschungspartner ist. Eine Vielzahl von Forschungsschwerpunkten erlaubt immer nur, den Fokus auf eine repräsentative Forschungsleistung zu richten.
Unter der Leitung von Prof. Dr. Hartmut Ziemann aus dem Fachbereich Vermessungswesen sind zum Thema "Denkmalspflege" hochinteressante Arbeiten entstanden, die vom 13. 03. bis 20.0 3. 2002 in Hannover zur diesjährigen CeBIT vorgestellt werden sollen.
Das Projekt "Denkmalspflege" ist im Wesentlichen aus zwei Teilprojekten entstanden - beide, sowohl Die Erstellung eines digitalen Bildarchivs für die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz als auch "Die farbechte Darstellung des Meisterhauses Kandinsky-Klee" für das Amt für Denkmalspflege der Stadt Dessau waren Auftragsarbeiten. Diese konnten mit Forschungsmitteln der Hochschule Anhalt (FH), mit Hilfe des GROPIUS - Institutes e. V. (einem Aninstitut an der Hochschule Anhalt ) und mit Unterstützung der Arbeitsverwaltung realisiert werden.
Ausgangspunkt der Arbeiten zur Erstellung eines digitalen Bildarchivs war, dass historisch photographische Negative auf Glasplatten, wie sie allgemein existieren, für eine effektive Nutzung der Bilder ungeeignet sind. Bei Benutzung solcher Materialien besteht die Gefahr der Beschädigung des Materials und/oder der Emulsion. Die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz besitzt eine Sammlung aus etwa 500 solcher photographischen Glasplatten, vor allem aus der Zeit zwischen den beiden Weltkriegen, die im Zuge von Inventarisierungen entstanden sind. Zielstellung der Arbeiten zu diesem Thema war, die vorhandenen Platten als Negativbilder zu digitalisieren, zu retuschieren und die erhaltenen Daten aufzubereiten für die Erstellung von drei Bilddatenbanken, die der Negativbilder, die der daraus abgeleiteten Positivbilder für die täglichen Arbeiten und die der Indexbilder auf einer CD für effektives Lokalisieren von Bildern. Die Arbeiten sind abgeschlossen und wurden der Kulturstiftung im Januar 2002 übergeben.

Eine zweite Projektarbeit stellt die Farbechte Darstellung der Meisterhauses von Kandinsky und Klee vor. Die seit 1996 zum Weltkulturerbe gehörenden Meisterhäuser, sind bereits 1925 im Auftrag der Stadt Dessau entstanden. Eine wechselvolle Geschichte und eine dem ursprünglichen Entstehungsgedanken entfremdete Nutzung sowie die teilweise Zerstörung während der Luftangriffe im 2. Weltkrieg etc. machten eine grundlegende Sanierung dieser Gebäude erforderlich. Soweit überhaupt möglich, sollte der Zustand von 1932/33 festgestellt und bei der Restaurierung der Häuser als verbindliche Richtlinie beachtet werden. Für die durchzuführende Realisierung dieser Aufgabenstellung war die Aufnahme und Sammlung von umfangreichen Datenmaterialien ( Material, Beschaffenheit von Oberflächen, Farbpaletten, Tageszeit, Lichteinfall etc.) wesentliche Voraussetzung. Die von den Restauratoren an den Wänden festgestellten Farbtöne wurden im Natural Color System (NCS) kodiert. Mit Hilfe geeigneter Anwenderprogramme konnte die getreue Farbgebung nachgestaltet werden. Damit war die Voraussetzung geschaffen, entsprechend der Farbgebung von 1932/33 die Restaurationsarbeiten originalgetreu auszuführen.

Die Präsentation dieser einmaligen Arbeiten und Ergebnisse zur Cebit 2002 soll Ausgangspunkt für kommende Projektpartnerschaften bilden.
Detaillierte Fragen beantworten vor Ort Herr Prof. Dr. Hartmut Ziemann und Herr Horst Fischer in Halle 11/B26 oder telefonisch unter 0511 89 55 146
oder im Internet unter www.hs-anhalt.de/fttz
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