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Internationale Konferenz für Okinawa-Studien in Bonn

05.03.2002 - (idw) Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Die Insel Okinawa, der eine strategische Schlüsselposition im Pazifik zukommt, gehört erst seit 1879 zu Japan. Heute sind 25.000 US-Soldaten auf der südjapanischen Insel stationiert, was in den letzten Jahren immer wieder zu Konflikten zwischen den USA und Japan geführt hat. In dieser Situation ist die Bevölkerung von Okinawa auf der Suche nach ihrer Identität und wendet sich der eigenen Geschichte, Kultur und Sprache zu. Die Forschungsstelle Modernes Japan und das Japanologische Seminar der Universität Bonn hatten bereits im vergangenen Jahr eine internationale Fachtagung über Okinawa-Studien organisiert, die aber wegen der Ereignisse des 11. Septembers 2001 ausfallen musste. Nun findet die "4th International Conference on Okinawan Studies" am 26. und 27. März 2002 an der Bonner Universität statt.

Bereits seit den 1980er Jahren beschäftigt sich die Bonner Japanologie mit der Geschichte und Kultur von Okinawa, einst Zentrum eines unabhängigen Königreichs auf den Inseln der Ryukyu-Kette. Aktuelle Studien befassen sich unter anderem mit der Auswanderung nach Südamerika, die nach dem Zweiten Weltkrieg oft erzwungen wurde. Ein Bonner DFG-Projekt weist Okinawa nicht nur als Kulturmittler, sondern auch als Schöpfer eigenständiger Kunst aus, wie der Lackkunst.

Aufgrund ihrer Okinawa-Studien wurde die Bonner Japanologie neben Sydney Außenstelle des Instituts für Okinawaforschung Tokyo und Veranstaltungsort der diesjährigen Tagung, die in zwei Teilen in Okinawa und Bonn stattfindet. Rund 200 Teilnehmer aus Japan, USA, Australien, Neuseeland und Europa haben sich für die Konferenz in Bonn angemeldet. Die Tagung wird am 26. März um 10 Uhr von Prorektorin Prof. Christa Müller und dem japanischen Botschafter in Deutschland, Exzellenz Issei Nomura, im Festsaal der Universität eröffnet. Die vielfältigen Themen der Beiträge in englischer und japanischer Sprache erstrecken sich von der Ur- und Frühgeschichte über Politik und Sprache bis hin zur Naturgeschichte der Korallenriffe.

Einblicke in die Kultur Okinawas bieten sich der Öffentlichkeit in der Ausstellung "Inro aus Ryukyu. Medizinbehälter aus Okinawa-Lack der Sammlung Kress", die vom 8. bis 27. März in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland zu sehen sein wird (Eintritt frei). Außerdem wird als Rahmenprogramm in Köln (26. März, 19 Uhr, Japanisches Kulturinstitut/The Japan Foundation) und Bonn (27. März, 20 Uhr, Forum der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland) "Tanz und Musik aus Ryûkyû (Okinawa)" aufgeführt.

Ansprechpartner: Prof. Dr. Dr. h.c. Josef Kreiner und Johannes Wilhelm, Japanologisches Seminar, Tel.: 0228/73-7223, Fax: 0228/73-5054, E-Mail: okinawa-conference@uni-bonn.de, WWW: http://www.okinawa-conference.uni-bonn.de
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