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Infos rund um den Darmkrebs

19.03.2002 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

Jahr für Jahr sterben in Deutschland rund 30.000 Menschen an Darmkrebs. Damit stellt diese Krebserkrankung hierzulande die zweithäufigste tumorbedingte Todesursache dar. Allerdings wäre ein Großteil der Todesfälle bei rechtzeitiger Diagnostik vermeidbar. Mit einem Infomobil vor dem Stadthaus I in der münsterschen Innenstadt will die Medizinische Klinik B des Universitätsklinikums Münster (UKM) die Bürgerinnen und Bürger in der Zeit vom 25. bis 27.März 2002 durch breite Aufklärung rund um das Thema Darmkrebs auf die große Bedeutung einer Früherkennung aufmerksam machen und ihnen die Möglichkeit zu einem kostenlosen Test auf verborgenes Blut im Stuhl geben.

Anlass für die Aktion in Münster ist der "Darmkrebsmonat März" - eine in diesem Jahr erstmalig gestartete Initiative der Felix Burda Stiftung. Ziel des Aktionsmonates ist es, die Bevölkerung in Deutschland mit publikumswirksamen Mitteln zur Vorsorge gegen die lebensbedrohliche Erkrankung zu motivieren. Denn im Anfangsstadium ist der Darmkrebs noch gut heilbar. Im Infomobil in der münsterschen Innenstadt können Passanten an den drei Aktionstagen in der Zeit von 10 bis 18 Uhr mit Ärzten der Medizinischen Klinik B des UKM über Fragen rund um diese Erkrankung ins Gespräch kommen. Zum Preis von 2 Euro können sie gleichzeitig ein Test-Set mit nach Hause nehmen und eine Stuhlprobe einschicken, um sie kostenlos auf verstecktes Blut untersuchen zu lassen. Sollte die Untersuchung positiv ausfallen, wird den Betroffenen zur näheren Abklärung nachdrücklich eine Darmspiegelung ans Herz gelegt.

Denn im Anfangsstadium ist diese Krebserkrankung noch sehr gut heilbar. Mit der Aufklärungskampagne im "Darmkrebsmonat März" wollen die Initiatoren erreichen, dass in fünf Jahren in Deutschland nur noch halb so viele Menschen an den Folgen einer Darmkrebserkrankung sterben wie heute. Um dies zu bewirken, müsste die Bereitschaft zur Prävention beziehungsweise zur Nutzung entsprechender Vorsorgeuntersuchungen in hohem Maße gefördert werden. Denn hier liegt in der Bundesrepublik noch viel im Argen. Nur 17 Prozent der Männer und 28 Prozent der Frauen gehen derzeit zur Krebsfrüherkennung. Mit der Aktion in Münster wollen die Initiatoren der Medizinischen Klinik B des UKM unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. h.c. Wolfram Domschke den Bürgerinnen und Bürgern durch eingehende Information nicht zuletzt auch die
vielfach vorhandene Angst vor entsprechenden vorbeugenden Untersuchungsmethoden nehmen. Gleichzeitig hoffen sie, dass möglichst viele Passanten die Gelegenheit zur kostenlosen Stuhluntersuchung nutzen.
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