Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 23. November 2014 

Von der Gründungsidee zum eigenen Unternehmen

26.03.2002 - (idw) Universität Trier

Die Existenzgründungs-Werkstatt feiertihre erfolgreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Was hat ein Büro zur Künstlervermittlung mit einem Fernlehrgang für Erzieherinnen oder einem Schreib- und Übersetzungsbüro gemein? Was verbindet ein Nichtrauchercafé mit einer psychologischen Praxis, eine Weinagentur mit einem Fachzeitschriftenverlag und eine Schreinerei mit erlebnistherapeutischen Angeboten für Kinder und Jugendliche? Normalerweise nicht viel, hier jedoch handelt es sich in allen Fällen um Geschäftsideen aus der Existenzgründungs-Werkstatt. Fast ein Jahr lang haben TeilnehmerInnen des intensiven Trainingsprogramms der Trierer Hochschulen an diesen Gründungsideen gefeilt und dazu detaillierte Unternehmenskonzeptionen entwickelt. Zum Abschluss der laufenden Maßnahme erhielten sie ein Zertifikat der Trierer Hochschulen. Überreicht wurde das Zertifikat im Rahmen einer kleinen Abschlussfeier am Montag Abend durch den Präsident der Universität Trier, Prof. Dr. Peter Schwenkmezger, und Dr. Adelheid Ehmke, Präsidentin der Fachhochschule Trier.

Im Beisein vieler Gäste wurde damit der dritte Durchgang der Existenzgründungs-Werkstatt abgeschlossen. Insgesamt haben nunmehr 66 Personen an dem seit 1998 laufenden Programm teilgenommen und annähernd 60 Gründungsprojekte bearbeitet. "Über die Hälfte aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist heute selbständig, weitere fünf Gründungen stehen unmittelbar bevor. Eine Bilanz, die sich wahrlich sehen lassen kann und den Vergleich mit wesentlich besser ausgestatteten Projekten nicht scheuen muss", meint Michael Hewera, Transferreferent der Universität Trier und Mitinitiator der Modellmaßnahme. Er ist besonders stolz darauf, dass es den veranstaltenden Hochschulen gelungen ist, die Kosten des Programms niedrig zu halten und in der Finanzierung neue Wege zu gehen. "Die Werkstätten werden in öffentlich-privater Partnerschaft durchgeführt und zu etwa gleichen Teilen aus öffentlichen und privaten Mittel finanziert. Sowohl das Wissenschaftsministerium des Landes und das Arbeitsamt Trier, als auch die Sparkasse Trier, die GWI AG, die Bitburger Brauerei Th. Simon GmbH und die Freundes- bzw. Förderkreise der Hochschulen tragen durch die Übernahme von Patenschaften einen beträchtlichen Teil der entstehenden Kosten. Diese liegen ihrerseits um bis zu 50 Prozent unter den Kosten vergleichbarer Programme".
Dass dies nicht zu Lasten der Qualität gegangen ist, beweist das bundesweite Echo auf die Erfolge der Werkstätten. So konnten die Initiatoren ihr einmaliges Konzept unter anderem auf einer Konferenz der "Kanzlerinitiative" D21 in Berlin vorstellen und auch das Bundesministerium für Bildung und Forschung berichtete jüngst über die Werkstätten. "Inzwischen liegen mehrere Anfragen aus der ganzen Bundesrepublik vor, ob wir dort nicht aktiv werden wollen", berichtet die Unternehmensberaterin Dagmar Pilzecker stolz. Sie hatte 1997 die Ursprungs-Werkstatt entwickelt und an die Hochschulen herangetragen. Seitdem gehört sie dem Organisations- und Leitungsteam der Werkstatt an und war in allen drei bisherigen Durchgängen als fachkundige Moderatorin maßgeblich an deren Erfolg beteiligt.
Für die Hochschulen steht jedoch zunächst die dauerhafte Etablierung der Existenzgründungs-Werkstatt in die regionale Förderlandschaft auf dem Programm. "Dafür wird zur Zeit von den Hochschulen gemeinsam mit dem Institut für Mittelstandsökonomie und der Initiative 'FIT - Existenzgründung in der Region Trier' ein umfassendes 'Trierer Konzept zur Existenzgründungsförderung' erarbeitet", erläutert hierzu Prof. Dr. Hartmut Zoppke von der Fachhochschule Trier. Für dessen Umsetzung wird allerdings Unterstützung von außen benötigt. Die Hochschulen bemühen sich derzeit um Mittel im Rahmen eines Bundesprogramms zur Existenzgründungsförderung. Die erste Hürde wurde bereits genommen. Das Konzept gehört zu den 20 Gewinnern der bundesweiten Vorauswahl und seine Initiatoren wurden kürzlich vom Bundesministerium für Bildung und Forschung aufgefordert, ihr Vorhaben weiter zu konkretisieren.
Ansprechstellen:

Dipl.-Geogr. Michael Hewera, Transferstelle der Universität Trier, 54286 Trier

Tel.: 0651/201-3229, Email: hewera@uni-trier.de

Prof. Dr. Hartmut Zoppke, Transferreferent der FH Trier, Schneidershof, 54293 Trier
Tel.: 0651/8103-355, Email: zoppke@fh-trier.de

Dipl.-Wirtsch.-Ing. Dagmar Pilzecker, CUK Pilzecker GmbH,
Industriegelände 2, 54424 Thalfang
Tel.: 06504/950583, Email: info@cukpilzecker.de

Pressemitteilung 56/2002
Trier, 26.03.2002
Universität Trier
Pressestelle
Leitung: Heidi Neyses
Tel.: 0651/201-4238
Fax: 0651/201-4247
E-Mail: Neyses@uni-trier.de
uniprotokolle > Nachrichten > Von der Gründungsidee zum eigenen Unternehmen

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenDruckansicht

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/nachrichten/id/84368/">Von der Gründungsidee zum eigenen Unternehmen </a>