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MHH trotzt ihrem Energieverbrauch

05.01.2004 - (idw) Medizinische Hochschule Hannover

Projekt soll pro Jahr 700.000 Euro einsparen - wichtiger Schritt zum Klimaschutz

Wirtschaftlich handeln - ein wichtiges Ziel der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) gerade in den Zeiten knapper öffentlicher Kassen. Dass dies in vielen Bereichen möglich ist, zeigt ein neues Projekt der MHH: Der Geschäftsbereich III Technik/Gebäude hat zusammen mit dem Arbeitsbereich Biomedizinische Technik und Krankenhaus-technik (Professor Dr.-Ing. Christoph Hartung) sowie einem Braunschweiger Ingenieurbüro ein Konzept erarbeitet, die jährlichen Energiekosten um bis zu 700.000 Euro zu verringern - das sind acht Prozent der Gesamtkosten.

"Pro Jahr gibt die Hochschule mehr als neun Millionen Euro für Elektrizität, Fernwärme, Erdgas, Trink- und Abwasser aus. Weil die Mehrzahl der MHH-Gebäude älter als 30 Jahre ist, ergeben sich hier deutliche Einsparpotentiale", sagt Rainer Jabs, Leiter des Geschäftsbereichs III der MHH. Ein Drittel wollen die Techniker durch kleine Arbeiten bei der Instandhaltung umsetzen. Beim zweiten Drittel muss die MHH investieren, allerdings werden sich diese Schritte wirtschaftlich rechnen. Und schließlich sollen technische Großprojekte und Grundsanierungen zu Einsparungen führen. "Mehr als 85 Prozent der Maßnahmen möchten wir mit eigenem Fachpersonal durchführen", sagt Uwe Richter, Leiter der Abteilung Technisches Gebäudemanagement. Das Projekt startet mit den Gebäuden, die den größten Wärmebedarf haben, und geht dann Schritt für Schritt weiter. Bis Mitte 2004 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Die Hochschule wird damit auch ihren Beitrag zum Klimaschutzprogramm des Landes Niedersachsen leisten. "Wir möchten den derzeitigen Jahresausstoß der MHH von rund 61.500 Tonnen Kohlendioxid um acht bis zehn Prozent reduzieren", sagt Uwe Richter.

Einige Beispiele: Die Restenergie des Dampfes aus der Küche wird künftig zum Beheizen der MHH-Gebäude mitgenutzt. Verkehrswege auf dem Gelände sollen witterungsabhängig beleuchtet werden. Strahlungsschirme sorgen dafür, dass Wärme aus Heizkörpern nicht durch die dahinter liegende Verglasung entweicht. Die Raumlufttechnik ist ein weiterer Schwerpunkt: Die Luft soll künftig effizienter und bedarfsorientiert bereitgestellt werden - also nicht in allen Forschungs-Gebäuden 24 Stunden am Tag, sondern beispielsweise nur werktags von 6 bis 20 Uhr. Bei Bedarf können Nutzer ihre Räume per Schalter auch außerhalb dieser Zeiten belüften.

"Alle diese Schritte sind dringend notwendig, denn es kommen neue Kosten auf uns zu", sagt Rainer Jabs. So wird die neue Frauenklinik und das Transplantations-Forschungszentrum ab Mitte 2004 den Energieverbrauch der MHH um sechs Prozent erhöhen. Zugleich muss die Hochschule in den übergreifenden Stromvertrag des Landes wechseln, wodurch zusätzliche Kosten von mehreren 100.000 Euro pro Jahr entstehen.

Weitere Informationen geben gern Rainer Jabs, Telefon: (0511) 532-6352, E-Mail: Jabs.Rainer@mh-hannover.de, und Uwe Richter, Telefon: (0511) 532-6353, E-Mail: Richter.Uwe@mh-hannover.de.
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