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Siemens und Microsoft treffen Lizenzabkommen für Patente

03.05.2004 - (idw) Siemens AG

Die Siemens AG und die Microsoft Corporation geben heute den Abschluss eines weit reichenden Lizenzabkommens bekannt, das beiden Unternehmen einen erweiterten Zugriff auf das Patent-Portfolio des anderen Unternehmens einräumt. Die Vereinbarung kündigt einen Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Siemens und Microsoft an. Beide Firmen erhalten so die Möglichkeit, das Angebot für ihre Kunden zu vergrößern sowie diesen umfassendere Lösungen zur Verfügung zu stellen. Die Bedingungen des Abkommens wurden nicht offen gelegt.

Als führende Technologieunternehmen investieren Siemens und Microsoft alljährlich beträchtliche Summen in Forschung und Entwicklung, was sich auch in der hohen Anzahl an Patenten niederschlägt, die beide Unternehmen in Europa, Asien, den Vereinigten Staaten sowie in weiteren Teilen der Welt halten. Die Lizenzierung von Patenten spielt im Geschäftsbetrieb beider Unternehmen eine wichtige Rolle.

"Wir suchen ständig nach neuen Möglichkeiten, unseren Kunden weltweit immer attraktivere Produkte und Dienstleistungen anzubieten. Hier nehmen IT und Software eine zentrale Stellung ein. Dieser Stellenwert drückt sich auch in unserem Vertrag mit Microsoft aus, einem der zentralen Soieler im IT-Bereich.", sagt Dr. Winfried Büttner, Leiter der Patentabteilung im Siemens-Konzern. "Siemens ist ein globaler Innovationstreiber, der sich vor allem auf die Technologien konzentriert, die die öffentliche und private Infrastruktur verbessern. Dies geschieht durch eigene Forschung und Entwicklung, Joint Ventures und durch strategische Vereinbarungen wie beispielsweise diesen Vertrag mit Microsoft. Wir werden die Erfindungen von Siemens mit Microsofts Entwicklungen wirkungsvoll kombinieren, um die Produkte beider Firmen für deren jeweiligen Kundenkreis überzeugender zu gestalten."

Im vergangenen Geschäftsjahr wendete Siemens ca. 5,1 Milliarden Euro für Forschung und Entwicklung auf, das sind über 23 Millionen Euro pro Arbeitstag. Die Schwerpunkte der Forschungsaktivitäten liegen dabei auf den Feldern Energie, Medizintechnik, Transport, Kommunikation, Automatisierungstechnik und Licht. Siemens beschäftigt weltweit um die 50.000 Mitarbeiter im Bereich Forschung und Entwicklung. Mit einem Bestand von 45.000 Patenten gehört Siemens zu den weltweit führenden Unternehmen. Weitere 40.000 Patentanmeldungen befinden sich im Erteilungsprozess.

Ein Beispiel der engen Kooperation zwischen Siemens und Microsoft ist die HiPath OpenSca-pe Lösung von Siemens Information and Communication Networks (ICN). Siemens nutzt den Microsoft Live Communications Server 2003 als Basis für diese Anwendung, die intelligentes Echtzeit-Kommunikationsmanagement ermöglicht. Intelligente Routing-Funktionalitäten ver-binden einzelne Kommunikationsmedien wie E-Mail, PDA, Handy oder SIP- Telefon und wan-deln Informationen in das passende Format um. HiPath OpenScape kann auch eingesetzt werden, um eine Internetkonferenz mit Microsoft Office Live Meeting zu initiieren. Damit kön-nen kurzfristig Meetings und Trainings durchgeführt sowie Dokumente und Präsentationen gemeinsam bearbeitet werden.

"Die Vereinbarung mit Siemens ist eine Bestätigung für Microsofts Engagement, seine Allianzen mit Industriepartnern auszubauen, indem wir unsere Patente zu angemessenen, handelsüblichen Bedingungen zur Lizenzierung freigegeben", sagt Marshall Phelps, Corporate Vice President und Deputy General Counsel Intellectual Property bei der Microsoft Corporation. "Technologie-Lizenzierung ist wichtig für einen lebendigen Innovationszyklus in der IT-Industrie und wir freuen uns, mit einem Branchenführer wie Siemens zusammenzuarbeiten."

Das Lizenzabkommen mit Siemens unterstreicht die von Microsoft vor kurzem bekannt gegebene Strategie hinsichtlich des Zugangs zu seinem geistigen Eigentum. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, sein Engagement im Bereich Lizenzabkommen auszubauen und es anderen zu ermöglichen, Teile der wachsenden Forschungs- und Entwicklungsleistungen sowie des bereits zur Verfügung stehenden geistigen Eigentums zu lizenzieren. Microsoft hat im lau-fenden Geschäftsjahr 5,8 Milliarden Euro in die Forschung und Entwicklung investiert. Das Unternehmen hält ein weltweit wachsendes Patent-Portfolio, das mehr als 10.000 erteilte und anhängige US-Patente beinhaltet. Microsoft hat nützliche Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit anderen Technologie-Innovatoren gesammelt und mit zahlreichen führenden Investoren im Bereich Technologieforschung Lizenzabkommen aufgenommen.

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