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Hochtemperatur-Supraleitung konventioneller als gedacht

04.05.2004 - (idw) Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.

Stuttgarter Max-Planck-Wissenschaftler widerlegen mit neuer hochpräziser Messtechnik eine der bisherigen Erklärungen der Hochtemperatur-Supraleitung

Die Hochtemperatur-Supraleitung wurde erst vor siebzehn Jahren entdeckt und hat mittlerweile zahlreiche Anwendungen gefunden. Doch der ihr zugrunde liegende Mechanismus ist bis heute nicht geklärt. Forscher des Max-Planck-Instituts für Festkörperforschung in Stuttgart haben jetzt nachgewiesen, dass die Hochtemperatur-Supraleitung - entgegen den Vorhersagen einiger derzeit dominierender theoretischer Modelle - nicht auf einem unkonventionellen Paarungsmechanismus der Elektronen beruht. Das gelang mit einer hochpräzisen Messtechnik, der Infrarot-Ellipsometrie mit Hilfe von Synchrotronstrahlung, die von den Wissenschaftlern in langjähriger Arbeit eigens dazu entwickelt wurde. Die mit der Synchrotron-Strahlquelle (ANKA) am Forschungszentrum Karlsruhe gemachten Befunde legen den Schluss nahe, dass auch die Hochtemperatur-Supraleitung - in modifizierter Form - durch die bestehende Bardeen-Cooper-Schrieffer-Theorie der Supraleitung (BCS-Theorie) erklärt werden kann (Science, 30. April 2004).
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