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Wind- und Wasserströmungen: 1,2 Mio. für Kompetenzzentrum an der FH Kiel

10.05.2004 - (idw) Fachhochschule Kiel

An der Fachhochschule Kiel wird ein neuer Windkanal gebaut. Weltweit existiert solch ein "Scherstrom-Windkanal" nur an der Universität Auckland in Neuseeland. Heute (10. Mai) überreichte der schleswig-holsteinische Wirtschaftsminister den Förderbescheid.

Die Fachhochschule Kiel forscht und entwickelt seit mehreren Jahren auf dem Gebiet der Regattayacht-Technologie. Sie ist erfolgreich im Bereich der Strömungsanalysen von Segelyachten im professionellen Segelsport und hat sich als Anlaufstelle für Yachtkonstrukteure, Segelmachereien und ähnliche Betriebe etabliert. Diese exzellente wissenschaftliche Kompetenz will die Forschungs- und Entwicklungsgesellschaft an der FH Kiel jetzt in einem anwendungsorientierten Kompetenzzentrum erweitern und Unternehmen zur Verfügung stellen. Wirtschaftsminister Dr. Bernd Rohwer hat dafür heute (10. Mai) einen Bescheid über 1,2 Millionen Euro an den Geschäftsführer der "F+E Zentrum FH Kiel GmbH", Björn Lehmann-Matthaei, überreicht. Das sind 50 Prozent der Gesamtinvestitionen. Der Rest sind Eigenmittel. Die Förderung für die 3-jährige Anlaufphase stammt aus dem Regionalprogramm 2000.

"Das Kompetenzzentrum für Tragflügelsimulation und Windkanalverifikation wird ein wichtiger Kooperationspartner für die Branchen Bootsbau und Windenergieanlagen bei der wissenschaftlichen Optimierung ihrer Produkte sein. Mit der Förderung werden gleich zwei zukunftsträchtige Schwerpunktbereiche unterstützt, die Maritime Wirtschaft und die Windenergiebranche. Zugleich entsteht eine für diese Branchen zukunftsfähige Zusammenarbeit mit der Wissenschaft. Das sind hervorragende Voraussetzungen für den Erfolg", sagte Rohwer bei der Übergabe.

Windantriebe sind grundsätzlich so genannten Scherströmen ausgesetzt. Das bedeutet, dass anströmende Winde je nach Höhe sowohl in Stärke als auch Richtung unterschiedlich sind. Für eine optimale Auslegung von Segeln und Windenergieanlagen ist die Berücksichtigung von Scherströmungen von entscheidender Bedeutung. Das Kompetenzzentrum soll hier bisher fehlende Analysemöglichkeiten entwickeln. Hierzu wird in entsprechende Simulationstechniken investiert sowie ein Scherstrom-Windkanal errichtet. Damit wird eine in Europa einmalige Möglichkeit geschaffen, neu entwickelte Windantriebe jeglicher Art zu entwickeln, zu simulieren und zu testen. Bisher existiert weltweit nur eine vergleichbare Einrichtung an der Universität Auckland/Neuseeland.

Die Fachhochschule Kiel betätigt sich hier in einem zukunftsorientierten Technologiebereich, der für die Region von besonderem Interesse ist. Durch die direkte Kooperation mit Unternehmen der genannten Branchen erlangen diese einen entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Neue, hochqualifizierte Arbeitsplätze werden geschaffen. Viele Kooperationsprojekte sind bereits angestoßen.

Ansprechpartner:

F + E Zentrum FH Kiel GmbH, Björn Lehmann-Matthaei, An der Holsatiamühle 1, 24149 Kiel, Tel.: 0431 218-44 44; Fax: 0431 218-44 41, E-Mail: lehmann.matthaei@fh-kiel-gmbh.de

Fachhochschule Kiel - Institut für Schiffbau, Professor Dr. Kai Graf, Schwentinestraße 7, 24149 Kiel, Tel.: 0431 210-2706, Fax: 0431 210-62706,E-Mail: kai.graf@fh-kiel.de

Das Regionalprogramm 2000 bildet in Schleswig-Holstein in der Förderperiode 2000-2006 das Dach für die EU-Förderung nach dem Ziel 2 aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und der Infrastrukturförderung aus der Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" sowie zusätzlichen Landesmitteln. Programmziel ist die Förderung von Wachstum, Innovation und Beschäftigung in strukturschwachen Regionen durch Verbesserung der Standortbedingungen und Stärkung der regionalen wirtschaftlichen Potenziale. Die Europäische Union beteiligt sich mit Fördermitteln in Höhe von ca. 258 Millionen EURO am Ziel 2-Programm des Landes Schleswig-Holstein in den Jahren 2000 - 2006. Das Ziel 2 der EU-Strukturfonds fördert die wirtschaftliche und soziale Umstellung der Gebiete mit Strukturproblemen und wird in Schleswig-Holstein aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) mit 221,75 Millionen EURO sowie dem Europäischen Sozialfonds (ESF) mit 36,57 Millionen EURO unterstützt.

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