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Mehr Nationale Genomforschung

11.05.2004 - (idw) Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Catenhusen gibt Startschuss für 300 neue Forschungsprojekte des NGFN

Die deutsche Genomforschung geht in die zweite Runde. Wolf-Michael Catenhusen, Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), hat am Dienstag die Förderung von rund 300 neuen Forschungsprojekten im Nationalen Genomforschungsnetz (NGFN) bekannt gegeben. "Damit ergänzen wir das Forschungsspektrum zur Entschlüsselung von Krankheitsgenen erheblich", sagte Catenhusen in Berlin. Für diese zweite Phase des 2001 gestarteten NGFN stellt das BMBF in den kommenden drei Jahren 135 Millionen Euro zur Verfügung.

Das Nationale Genomforschungsnetz sei ein weltweit einmaliges Großprojekt zur Bekämpfung von Volkskrankheiten, sagte Catenhusen. Es kläre, welche Funktion die Gene für die Gesundheit des Menschen haben. Dadurch könnten zielgenaue Medikamente entwickelt werden. Die nun beginnende zweite Förderphase des NGFN fokussiere sich noch stärker auf die krankheitsorientierte Genomforschung und zwar in den fünf Schwerpunkten: Herzkreislauferkrankungen, Krebs, Infektionen und Entzündungen, umweltbedingte Erkrankungen sowie Erkrankungen des Nervensystems. Neu ist, dass dieses Mal nicht nur stark vernetzte Forschungsprojekte gefördert werden, sondern auch Raum für einzelne, Forschungsideen geschaffen wurde. "Wir wollen, dass schon jetzt in neue Richtungen gedacht werden kann", sagte Catenhusen.

Das BMBF fördert das NGFN als interdisziplinäres Netzwerk von Klinikern und Molekularwissenschaftlern seit 2001. "Die Erfolge können sich sehen lassen", so Catenhusen. Mehr als 80 Patentanmeldungen, 1500 wissenschaftliche Publikationen und in Zusammenarbeit mit der Industrie über 90 Produktideen sind in nur drei Jahren NGFN entstanden. Die Entdeckung genetischer Faktoren bei Alzheimer gelang Forscherinnen und Forschern des NGFN ebenso wie das Aufspüren jener Gen-Veränderungen, die Alters-Hörschwäche, Epilepsie, Migräne oder beispielsweise Darmentzündungen verursachen. Auch die Weiterentwicklung von DNA-Chips durch Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des NGFN war ein Erfolg.
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