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Bedarfsgerechte Angebote für den Wissenstransfer

12.05.2004 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Jenas Hochschulen gründen gemeinsamen Weiterbildungs-Verein "JenALL"

Gemeinsame Pressemitteilung von Friedrich-Schiller-Universität und Fachhochschule Jena

Jena (12.05.04) Weiterbildung ist eine der drei Kernaufgaben der Hochschulen - so beschreibt es zumindest das Thüringer Hochschulgesetz. Allerdings gibt es für diese dritte Säule keine zusätzlichen Mittel, wie heute (12.05.) Jenas Universitäts-Rektor Prof. Dr. Karl-Ulrich Meyn deutlich machte. "Wir tun auf dem Gebiet schon eine ganze Menge", unterstrich Meyn und verwies auf Aufbaustudiengänge und Tagesveranstaltungen. Doch dies ist den Jenaer Hochschulen nicht genug, um ihr Weiterbildungspotenzial ins Bewusstsein von Arbeitgebern und -nehmern zu rücken. Und so haben Universität und Fachhochschule (FH) Ende April eine gemeinsame Weiterbildungseinrichtung gegründet, die heute der Öffentlichkeit präsentiert wurde.

Die "Jenaer Akademie Lebenslanges Lernen e. V." (JenALL) wurde gegründet, "um hochschulnah wissenschaftliche Weiterbildung zu betreiben", erläuterte die Vereinsvorsitzende Prof. Dr. Gabriele Beibst. Die Jenaer FH-Rektorin sieht durch den Verein bessere Möglichkeiten, die wissenschaftlichen Erkenntnisse aus den beiden Hochschulen in die Praxis zu transferieren. JenALL soll bedarfsgerechte Angebote machen, diese mit externen Partnern koordinieren und die Wissenschaftler vor allem bei organisatorischen Aufgaben entlasten. Die Wissenschaftler, die ihre Veranstaltungen als Nebentätigkeit anbieten werden, sind nämlich bereits durch die in Jena beständig wachsenden Studentenzahlen und die damit verbundenen Lehraufgaben so stark belastet, dass sie nur durch solche unterstützenden Angebote für Weiterbildungsaufgaben gewonnen werden können.

Dass dem neuen Verein dies gelungen ist, zeigen die ersten Angebote. JenALL startet mit einer Summer School zum Thema "Human Resources - Instruments & Trends" vom 6.-10. September an der FH, stellte Anja Stecher vor. Die FH-Weiterbildungsexpertin hat gemeinsam mit ihrem Universitäts-Partner Dr. Andreas Unkroth die Geschäftsführung des Vereins übernommen. Unter Telefon 03641 / 205108 stehen sie auch für Angebote aus den Hochschulen und Nachfragen aus der Wirtschaft zur Verfügung.

Vorbereitet werden bereits Weiterbildungen zu Themen wie Fundraising, Optikausbildung, Rechnungswesen/Controlling und Elektromagnetische Verträglichkeit. Doch das Jenaer Potenzial ist noch weit größer, sind sich die Vereinsinitiatoren sicher. Weiterbildende Studien werden ebenso im Angebot von JenALL sein wie Tages- oder Wochenkurse, die das "öffentlich-rechtliche Angebot der Hochschulen ergänzen werden", unterstrich Dr. Unkroth. Doch dazu muss der zielgerichtete Kontakt zwischen den Hochschulen und der Wirtschaft verbessert werden - hier wird der Verein in nächster Zeit besonders aktiv werden.
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