Der Bologna-Prozess aus der Perspektive der protestantischen Universitätsreform10.08.2004 - (idw) HoF Wittenberg - Institut für Hochschulforschung
Zur zweiten Wittenberger Erlebnisnacht werden die heutigen Hochschulreformen aus Perspektive des europäischen Hochschulraumes im 16. Jahrhundert beleuchtet. HoF Wittenberg - Institut für Hochschulforschung lädt am 14. August zu einer Podiumsdiskussion mit Prof. Jan-Hendrik Olbertz, Kultusminister von Sachsen-Anhalt, Dr. Martin Treu, Stiftung Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt, und Dr. Peer Pasternack.
Leucorea - Standort der historischen Universität in Wittenberg
Martin Luther (1483-1546) lebte in einer Zeit, in der es die scharfe Trennung zwischen Religion und Wissenschaft nicht gab. Seine Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben gipfelte in der Produktion einiger der wichtigsten programmatischen Schriften seiner Zeit. Diese hatten nicht nur die konfessionelle Spaltung Europas zur Folge, sondern wirkten auch als Katalysator für sozial-revolutionäre Bewegungen. Luther - der die Bibel übersetzte und so der Interpretationsmacht der kirchlichen Elite eine Grenze setzte - hat auch die Öffnung der Universitäten gefördert. Er unterstützte das freie und eigenständige Studium, sprach sich gegen Promotionen aus und trug so dazu bei, dass Wittenberg im 16. Jahrhundert die größte und meistfrequentierte deutsche Hochschule wurde. Hier in Wittenberg und unter dem Einfluss der Reformation vollzog sich also erstmals der Wandel von der Elite- zur Massenuniversität. Gehen wir diesen Weg heute zurück und was bedeutet das für Schüler und Studierende und was können wir aus den Vorstellungen von Elite, Bildungsinhalten und Bildungsfinanzierung des 16. Jahrhunderts lernen?Zeit: Samstag, 14. August 13.30 bis 15.00 Uhr Audimax der Leucorea, Collegienstraße 62 Wittenberg Eintritt frei Die Veranstaltung wird ab 14.00 live in Campus&Karriere im Deutschlandfunk übertragen. Ansprechpartner: Karsten König / koenig@hof.uni-halle.de / 03491-466245
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