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Amerikanische Chemie-Studenten für Deutschland gewinnen

10.08.2004 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Amerikanische Studentin eröffnet neues Austausch-Programm an der Universität Jena


Emily Cummings Nixon und ihr Betreuer Jens Hoffmann an der Universität Jena. (Foto: Burchardt/FSU) Jena (10.08.04) Es wird immer schwerer, amerikanische Studenten für Deutschland zu interessieren. Um so erstaunlicher ist es, dass sich für einen Aufenthalt am Institut für Technische Chemie und Umweltchemie der Universität Jena direkt sechs amerikanische Studenten beworben haben. Ihnen wurde die Bewerbung allerdings durch ein Sonderprogramm "schmackhaft" gemacht, das der Deutsche Akademische Austauschdienst (DAAD) und die Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) gemeinsam finanzieren. Mit diesem erstmals ausgeschriebenen Förderprogramm sollen Chemie-Studierende im Grundstudium aus den USA und aus Kanada für Deutschland interessiert werden.

Dennoch ist Institutsdirektor Prof. Dr. Bernd Ondruschka über die Nachfrage erstaunt. "Ich hätte nicht geglaubt, dass ein solches Programm ausreicht, um so viele vielversprechende Bewerbungen zu erhalten", sagt er. Die Jenaer haben Emily Cummings Nixon aus Atlanta ausgewählt. Die 22-Jährige studiert Chemie und Deutsch an der Duke University in Durham. Vor kurzem ist sie in Jena angekommen, um für drei Monate bei den Jenaer Umweltchemikern in der Arbeitsgruppe von Dr. Annegret Stark mitzuarbeiten.

Nixon ist in ein Forschungsprojekt über alternative Lösungsmittel von Ondruschkas Doktorand Jens Hoffmann eingebunden. Darin werden ionische Flüssigkeiten, die als umweltschonende Lösungsmittel gelten, genau analysiert. Die junge Amerikanerin, die v. a. wegen ihrer Erfahrungen auf diesem Feld ausgewählt wurde, wird nun durch den 28-jährigen Jenaer Chemiker weiter qualifiziert. Sie soll "aber ihren Teil der Arbeit bis zum Ende der drei Monate abschließen können", betont Hoffmann, der selber ein Stipendium von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt bezieht.

Die Amerikanerin hat gegenüber den meisten ihrer Landsleute einen Vorteil, der ihr die Arbeit in Jena erleichtert: Sie spricht deutsch. Sie habe sich nach Jena explizit wegen dieses Projekts beworben, sagt Nixon, die erstmals ihr Heimatland verlassen hat. Und die ersten Eindrücke bestätigen, dass ihre Wahl richtig war. Die Gebäude sähen zwar alt aus, aber die Ausstattung sei besser als in den Labors ihrer Universität. Und das Chemiespektrum in Jena sei viel breiter, habe sie bereits zu Beginn gemerkt. "Ich freue mich auf die Zeit in Jena", sagt die junge Amerikanerin, auch wenn sie ab und zu Heimweh habe. "Aber die positiven Eindrücke überwiegen."
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