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Internationaler Kongress: Kafka und die Weltliteratur

10.08.2004 - (idw) Universität des Saarlandes

Vom 20. bis 23. September 2004 findet in Saarbrücken ein internationaler Kongress zum Thema Kafka und die Weltliteratur statt. Veranstalter sind Professor Dr. Manfred Engel (Germanistik, Lehrstuhl für Neuere Deutsche Philologie und Literaturwissenschaft der UdS) und Professor Dr. Dieter Lamping (Institut für Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Johannes-Gutenberg Universität Mainz) in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule Saarbrücken.

Tagungsort ist das VHS-Gebäude (Am Schloßplatz, 66119 Saarbrücken), Saal 4. Der Kongress wird von einem Filmprogramm und Abendvorträgen begleitet (Filmhaus, Mainzer Straße 8, 66111 Saarbrücken).

Interessierte melden sich bitte an bei Johannes Birgfeld, FR 4.1 - Germanistik der UdS, Telefon (0681) 302-4071; E-Mail: j.birgfeld@mx.uni-saarland.de. Die Tagungsgebühr beträgt 20 Euro, der Tagessatz 6 Euro.

Weitere Informationen im Internet unter
http://www.uni-saarland.de/fak4/fr41/Engel/kongresse/Kafka/welcome.htm

Franz Kafka (1883-1924) ist einer der wenigen Schriftsteller, die keiner Vorstellung bedürfen. Sein Werk wurde in so viele Sprachen übersetzt wie das keines anderen deutschsprachigen Autors außer Goethe - und wird heute sicher mehr gelesen als das des Klassikers. Kein anderer Autor hat es geschafft, so bekannt zu werden, dass das aus seinem Namen gebildete Adjektiv ("kafkaesk") selbst denen etwas sagt, die nie eines seiner Bücher in Händen hielten. Natürlich gibt es zu einem so berühmten und wirkungsmächtigen Autor auch eine umfangreiche Forschungsliteratur. Doch selbst diese hat noch Lücken: Meist wurde Kafka bisher als Solitär betrachtet, als aus dem weltliterarischen Kontext herausgelöster Einzelautor.
Literaturexperten aus aller Welt werden Kafka nun erstmals systematisch als Autor der Weltliteratur untersuchen, als Subjekt wie als Objekt produktiver Lektüren. Im Mittelpunkt sollen dabei der Austausch und die Modifikation von Themen und literarischen Verfahrensweisen stehen. Von dieser neuen Herangehensweise erhoffen sich die Wissenschaftler auch neue Impulse für die noch immer hoffnungslos zerstrittene Kafka-Forschung.

Der Kongress ist in drei Sektionen unterteilt: I. Kafkas Lektüren; II. Kafka und die moderne Literatur; III. Kafka-Lektüren. Die Referenten sind namhafte Literaturwissenschaftler aus verschiedenen Ländern: Thomas Anz (Marburg), Manfred Engel (Saarbrücken), Gerald Gillespie (Stanford), Rüdiger Görner (London), Walter Hinderer (Princeton), Sascha Kiefer (Saarbrücken), Hans-Gerd Koch (Wuppertal), Dieter Lamping (Mainz), Gerhard Lauer (Göttingen), Dorothea Lauterbach (Saarbrücken), Vivian Liska (Antwerpen), Matías Martínez (Mainz), Virgil Nemoianu (Washington), John Neubauer (Amsterdam), Gerhard Neumann (München), Sandra Poppe (Mainz), Hartmut Reinhardt (Trier), Karl Richter (Saarbrücken), Monika Ritzer (Leipzig), Ritchie Robertson (Oxford), Manfred Schmeling (Saarbrücken), Jürgen Söring (Neuchâtel), Rüdiger Zymner (Wuppertal).

Im Filmprogramm werden gezeigt:

Der Prozeß (1993). Regie: David Jones. Drehbuch: Harold Pinter. Darsteller u.a.: Kyle MacLachlan, Anthony Hopkins, Jason Robards.
Ein Bericht für eine Akademie (Berliner Akademie der Künste 1963). Darsteller: Klaus Kammer. Regie: Willi Schmidt.
Der Prozeß (1962). Regie und Drehbuch: Orson Welles. Darsteller u.a.: Anthony Perkins, Romy Schneider, Jeanne Moreau, Orson Welles.

Sie haben Fragen? Wenden Sie sich bitte an Johannes Birgfeld,
FR 4.1 - Germanistik der UdS; Telefon (0681) 302-4071 oder -2394, E-Mail: j.birgfeld@mx.uni-saarland.de
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