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Stromerzeugung aus Biomasse: TU München europaweiter Vorreiter

13.08.2004 - (idw) Technische Universität München

Mit einem Etat von 6,7 Millionen Euro entwickeln die Wissenschaftler des Lehrstuhls für Thermische Kraftanlagen der TU München (TUM) in Garching
(Prof. Dietmar Hein) innovative Technologien für die Stromerzeugung aus Biomasse sowie neue Brennstoffzellenkonzepte. Mit diesen Arbeiten, die im Rahmen der EU-Projekte 'BioHPR' (Biomass Heatpipe Reformer) und 'Biocellus' laufen, nimmt die TUM eine Vorreiterrolle in Europa ein.

Erster Erfolg: Der Heatpipe-Reformer ist für die TUM patentiert und steht unmittelbar vor seiner kommerziellen Umsetzung.

Schulen, Krankenhäuser und kleinere Gemeinden werden bisher schon wirtschaftlich mit Wärme aus Biomasse versorgt. Dank der Heatpipe-Reformer-Technologie ist dort künftig auch die wirtschaftliche Stromgewinnung möglich, z.B. aus Hackschnitzeln.

Aufgrund des Erfolgs von BioHPR wurde nun ein weiteres EU-Projekt bewilligt, in dessen Rahmen die Kombination des Heatpipe-Reformers mit Hochtemperatur-Brennstoffzellen untersucht werden soll. Involviert sind 16 Partner aus insgesamt sieben Europäischen Staaten, die Koordination liegt wieder beim Lehrstuhl für Thermische Kraftanlagen der TUM in Garching. Ziel ist die Untersuchung des Einflusses von biogenen Brenngasen auf den Betrieb von Hochtemperatur Brennstoffzellen, so genannten Solid Oxide Fuel Cells (SOFC) und die Entwicklung eines innovativen Brennstoffzellen-Designs mit Heatpipekühlung.

Durch die Kombination des Heatpipe-Reformers mit SOFC-Brennstoffzellen lässt sich der elektrische Wirkungsgrad von einfachen Brennstoffzellen-Systemen mit integrierter Vergasung von Biomasse von circa 30 auf bis zu 50 Prozent steigern. Möglich wird dies durch die Nutzung der Abwärme der Brennstoffzelle für die allotherme Vergasung im Heatpipe-Reformer.

Kontakt:

Dr.-Ing. Jürgen Karl
TU München
Lehrstuhl für Thermische Kraftanlagen
Tel. (089) 289-16269
Fax (089) 289-16271
E-Mail: karl@ltk.mw.tum.de
www.ltk.mw.tum.de
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