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Buch zur Bloch-Ausstellung

18.08.2004 - (idw) Universität Leipzig

Die Kustodie der Universtät Leipzig hat jetzt zu ihrer - inzwischen geschlossenen - Ausstellung ''Denken ist Überschreiten. Ernst Bloch in Leipzig'' unter dem gleichen Titel eine informative Publikation herausgebracht.

Auch nach dem Ende der Ausstellung ''Denken ist Überschreiten - Ernst Bloch in Leipzig'' (13. Mai bis 31. Juli, Galerie im Hörsaalbau der Universität Leipzig) können sich Interessierte über die Leipziger Jahre des Philosophen Ernst Bloch informieren. Die Kustodie veröffentlicht in einem soeben erschienenen Buch das in der Ausstellung präsentierte Material: alle Texte der Schautafeln, bisher unveröffentlichte Fotos, Zeitzeugen-Interviews sowie die Eröffnungsrede von Jan Robert Bloch und vier vertiefende wissenschaftliche Aufsätze. Das Buch ist zu einem Preis von 8 EUR über die Kustodie erhältlich.

Die Publikation enthält neben einem biografischen Überblick zu Ernst Bloch die Ausstellungstexte zu folgenden Themen: Die Jahre 1885-1933, ''Geist der Utopie'', Die Jahre 1933-1948, Die Universität Leipzig nach 1945, Remigration, Berufung nach Leipzig 1948/49, Blochs Leipziger Vorlesungen, Bloch und die Möglichkeit des Wandels, ''Prinzip Hoffnung'', Bloch privat, Das Ende der Romanze 1956/57, Schülerschicksale, Blochs Weggang 1961 und Tübingen 1961-1977.

Neben diesen kurzen informativen Texten liefert das Buch vertiefende Aufsätze zur Remigration nach dem zweiten Weltkrieg, zur Berufungsdiskussion um Ernst Bloch, zu seiner Tätigkeit an der Hochschule und zu seiner Philosophie. In der aus Anlass der Ausstellungseröffnung gehaltenen Rede schildert Jan Robert Bloch die Leipziger Jahre seines berühmten Vaters aus seiner Sicht und auf der Basis eigenen Erlebens. Leipzig als ein Zentrum der akademischen Remigration nach dem Zweiten Weltkrieg, in das Bloch nach dem amerikanischen Exil übersiedelte, behandelt Dr. Matthias Middell (Zentrum für Höhere Studien, Leipzig) in seinem Aufsatz '''Moderner Geistestyp' statt 'mit exakten Forschungsmethoden vertrauter Gelehrter'''. Dr. Gerald Wiemers (Universitätsarchiv Leipzig) stellt die Ernennung Ernst Blochs zum Professor der Philosophie und seinen Weggang aus Leipzig anhand der archivalischen Überlieferung dar. Einen Eindruck von dem akademischen Lehrer Ernst Bloch kann der Leser durch den Aufsatz ''Fürs Leben lernend, aber auch fürs Lernen lebend'' von Prof. Gert Ueding (Seminar für Allgemeine Rhetorik der Universität Tübingen) gewinnen. Schließlich liefert Prof. Pirmin Stekeler-Weithofer (Institut für Philosophie/Geistes- und Sozialwissenschaftliches Zentrum, Universität Leipzig) eine Einführung in die Philosophie und Weltanschauung Ernst Blochs.

Auch die für die Ausstellung produzierte CD ''Dialoge über Bloch'', die den Besuchern über eine Hörstation zugänglich war, wird demnächst über die Kustodie zu erwerben sein. Sie enthält Interviews mit dem Sohn Jan Robert sowie Berichte, Erinnerungen und Anekdoten von Bloch-Schülern und Zeitzeugen.

Bestellungen sind zu richten an:
Kustodie-Shop www.uni-leipzig.de/kustodie
Telefon 97 30170, Fax 9730179, E-Mail kustodie@uni-leipzig.de


Weitere Informationen:
Simone Schulz
Telefon: 0341 97-30170
E-Mail: simone.schulz@uni-leipzig.de
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