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Religion-Kultur-Schule

06.11.2002 - (idw) Universität Erfurt

Martin-Luther-Institut der Universität Erfurt startet mit den Antrittsvorlesungen der evangelischen Theologie. Freitag, 8.11.2002, 14.00 Uhr, Hörsaal 3, Lehrgebäude 1, Campus der Universität Erfurt in der Nordhäuser Straße 63.

Das Martin-Luther-Institut für evangelische Theologie, das 500 Jahre nach der Immatrikulation Martin Luthers an der Erfurter Universität im Sommer 2001 eingerichtet wurde, tritt mit den Antrittsvorlesungen der drei Professorinnen und Professoren am Freitag in die Öffentlichkeit. Unter dem Titel "Religion - Kultur - Schule" wollen die Professoren Dr. Christian Albrecht, Dr. Andrea Schulte und Dr. Christoph Bultmann das neugegründete Institut und ihre fachlichen Spezialgebiete vorstellen.

Die öffentliche Veranstaltung beginnt am Freitag, dem 8. November um 14.00 Uhr, im Hörsaal 3, Lehrgebäude 1, auf dem Campus in der Nordhäuser Straße 63 mit der Begrüßung durch den Dekan der Philosophischen Fakultät und der Vorstellung des Instituts. Es schließen sich die jeweils 45-minütigen Vorträge von Prof. Albrecht zum Thema "Wissenschaftsgeschichtliche Wurzeln einer Kulturgeschichte des Christentums", von Prof. Schulte über "Bildung - ein religionspädagogisches Reizthema!?" und Prof. Bultmann mit dem Titel "Gott und die Götter im antiken Juda und im neuzeitlichen Europa" sowie ein Empfang an. Am Abend gibt es noch einen Empfang durch die Pröpstin des Kirchenkreises Erfurt-Nordhausen im evangelischen Augustinerkloster.

Das als "Brückeninstitut" angelegte Martin-Luther-Institut koordiniert das evangelisch-theologische Lehrangebot der Universität. Der Lehrstuhl für Bibelwissenschaften von Prof. Bultmann und der Lehrstuhl für Religionspädagogik von Prof.
Schulte sind an der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät angesiedelt. Die Lehrveranstaltungen richten sich vor allem an Studierende der Lehramtsstudiengänge. Der Lehrstuhl für Evangelische Theologie und Kulturgeschichte des Christentums von Prof. Albrecht ist an der Philosophischen Fakultät angesiedelt. Hier richten sich die Lehrveranstaltungen vor allem an Studierende der religionswissenschaftlichen Studiengänge.

Zu den Aufgaben des Instituts gehört zum einen die Koordination der evangelisch-theologischen Lehr- und Forschungsaktivitäten an der Universität Erfurt. Zum anderen verschafft das Martin-Luther-Institut der Evangelischen Theologie an der Universität Erfurt eine gemeinsame Repräsentanz gegenüber den Evangelischen Landeskirchen, den Schulen in Thüringen sowie den Evangelisch-theologischen Fakultäten. Schließlich gehört auch die theologische Begleitung von erziehungswissenschaftlichen und religionswissenschaftlichen Forschungsvorhaben im Themengebiet der evangelischen Theologie sowie die Unterstützung von kulturwissenschaftlich-transdisziplinär angelegten wissenschaftlichen Qualifikationsarbeiten mit Bezug zur evangelischen Theologie zu dem Aufgabenfeld.

Christian Albrecht wurde 1961 in der Nähe von Hamburg geboren. Er studierte Evangelische Theologie, Philosophie und Kunstgeschichte in München, Heidelberg und Hamburg. Nach der Promotion war er Vikar und Pfarrer in Lübeck, später Wissenschaftlicher Assistent an der Evangelisch-theologischen Fakultät der Universität Tübingen. Von dort ist er im Sommersemester 2001 nach Erfurt gekommen. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen im Bereich der neuzeitlichen evangelischen Theologiegeschichte. In seiner wissenschaftsgeschichtlichen Habilitationsschrift untersuchte er die programmatische Bedeutung des Protestantismusbegriff für ein kulturwissenschaftliches Selbstverständnis der Theologie. Daneben arbeitete er insbesondere über die kulturelle Verflechtungsgeschichte des neuzeitlichen Protestantismus. Sein besonderes Interesse gilt den Wechselwirkungen zwischen Christentum und Kultur, also: der Kulturbestimmtheit der christlichen Religion ebenso wie der christlichen Imprägniertheit der neuzeitlich-modernen Kultur.

Andrea Schulte wurde 1957 in Essen geboren und absolvierte ein Lehramtsstudium für die Fächer Evangelische Theologie, Anglistik und Erziehungswissenschaften für die Sekundarstufen I und II. Sie war zehn Jahre Gesamtschullehrerin und promovierte dann an der Ruhr-Universität Bochum. Wissenschaftliche Assistentin war sie an der Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg, wo sie sich habilitierte. Von 1998 bis 2001 war sie Hochschuldozentin für Religionspädagogik an der RWTH Aachen. Seit dem Wintersemester 2001/2002 lehrt sie als Professorin für Religionspädagogik an der Universität Erfurt. Sie forscht zur Geschichte der Religionspädagogik, zur religiösen Sozialisation von Mädchen und Frauen und zur Theorie des Religionsunterrichts.

Christoph Bultmann hat im Sommer 2001 die Professur für Bibelwissenschaften an der Universität Erfurt übernommen. Der 41-jährige, in Wilhelmshaven geborene Wissenschaftler studierte Theologie an der Kirchlichen Hochschule Bethel und den Universitäten von Göttingen und Zürich, promovierte und habilitierte sich an der Theologischen Fakultät der Universität Göttingen und arbeitete dort zunächst als wissenschaftlicher Assistent. Forschungsaufenthalte führten ihn 1991 an die National Library of Scotland, Edinburgh mit einem Stipendium der Deutschen Forschungsgemeinschaft und 1999 als Visiting Fellow an das Fitzwilliam College, Cambridge mit einem Forschungsstipendium der Alexander von Humboldt-Stiftung.

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