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Im Führungsgremium der "UNO der Psychologie"

23.08.2004 - (idw) Friedrich-Schiller-Universität Jena

Psychologe der Universität Jena in Leitung des psychologischen Weltdachverbandes gewählt


Der Jenaer Entwicklungspsychologe Prof. Dr. Rainer K. Silbereisen ist erneut in das Leitungsgremium des psychologischen Weltdachverbands IUPS gewählt worden. (Foto: FSU) Jena (23.08.04) Bildlich gesprochen gehört Prof. Dr. Rainer K. Silbereisen jetzt zum First des Daches vom Dach. Konkret ist der Entwicklungspsychologe von der Universität Jena gerade in das zehnköpfige Leitungsgremium der "International Union of Psychological Science" (IUPS) wiedergewählt worden. Das ist der Weltdachverband sämtlicher nationaler wissenschaftlicher Fachgesellschaften der Psychologie oder, wie es Silbereisen deutlich macht, "die UNO der Psychologie".

Während des Weltkongresses der Psychologie, der über 6.000 Experten aus aller Welt in Peking zusammenführte, wurde Prof. Silbereisen zum zweiten Mal in dieses Führungsgremium gewählt. In den kommenden vier Jahren wird es nun zu seinen Hauptaufgaben zählen, neue Geldquellen für die Organisation zu erschließen und psychologische Projekte von globaler Bedeutung zu definieren und anzuregen. So sind etwa die dynamischen Veränderungen von Kulturen, Gesellschaften und der Umwelt auch ein Thema für Psychologen. Beispielsweise ist dem Thema Wasserknappheit und psychologische Befindlichkeit ein Forschungsprojekt gewidmet. "Menschen in Wüsten die Bedeutung von Wasser verständlich zu machen, ist nicht besonders schwer", erläutert Silbereisen. "Aber den Menschen in den Industrieländern, wo das Wasser in Mengen aus dem Wasserhahn kommt, den Wert des Gutes Wasser bewusst zu machen und diesen Wert im allgemeinen Bewusstsein zu fixieren, ist eine ganz andere, aber genauso wichtige Aufgabe", weiß der Jenaer Psychologe um das Problem.

In der Drittmittelakquise ist Silbereisen zwar erfahren und erfolgreich, doch für die IUPS müssen Gelder in ganz anderen Dimensionen gewonnen werden. Denn die UNESCO, die bisher zu den Hauptgeldgebern der Dachorganisation gehörte, zieht sich zunehmend aus der Finanzierung zurück. Doch Gelder müssen fließen, auch für den kommenden Weltkongress der Psychologen. Der wird 2008 in Berlin stattfinden. Eine Auszeichnung für Deutschland, wo der Kongress nun zum dritten Mal ausgetragen wird, und die Bundeshauptstadt. Doch ihr Senat hat bereits jetzt angekündigt, dass ihm jedwede Mittel für die Förderung fehlen. Für den Kassenwart des Weltkongresses Rainer K. Silbereisen eine weitere Herausforderung, "denn es ist eine Ehre, dass wir diese Tagung ausrichten dürfen. Die fehlenden Gelder einzuwerben ist angewandte Psychologie", nimmt es Silbereisen als berufliche Herausforderung - und ist sich sicher: "Der Kongress wird ein Erfolg".
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