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Mehr Prävention!

03.09.2004 - (idw) Private Universität Witten/Herdecke gGmbH

Befragung der Universität Witten/Herdecke: Bürger wollen mehr vorsorgende Angebote im Gesundheitssystem


Dr. David Schwappach vom Lehrstuhl für Gesundheitspolitik führte die Befragung durch, Foto: UWH Die meisten Bürgerinnen und Bürger stehen der Vermeidung und Früherkennung von Erkrankungen sehr positiv gegenüber. Das ist eines der Ergebnisse einer Befragung der Internetplattform GesundheitsPanel.de der Universität Witten/Herdecke. Darin wurden 1.235 Personen zu ihren Erfahrungen mit Maßnahmen der Früherkennung und Prävention und ihren Einstellungen zu deren Rolle im Gesundheitssystem befragt.

Fast alle Befragten äußerten sich grundsätzlich zufrieden mit den dabei gemachten Erfahrungen (93%) und würden deshalb die Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen auch weiterempfehlen. Um zusätzliche Anreize zu geben, plädiert die Mehrheit auch für reduzierte Kassenbeiträge ("Bonus-Modell") bei einer regelmäßigen Teilnahme an Vorsorgeuntersuchungen. Aus gesundheitspolitischer Sicht würden die Befragten Präventionsprojekte den Vorrang geben, von denen viele und besonders junge Menschen profitieren, wenn es sich dabei um besonders schwere Erkrankungen handelt.

Untersuchungsleiter Dr. David Schwappach wertet die Ergebnisse als deutliches Signal für eine Stärkung der präventiven Medizin innerhalb des Gesundheitssystems und in der Forschung. Aber er warnt auch vor überzogenen Hoffnungen: "Die Befragten haben sehr hohe Erwartungen an vorsorgende Gesundheitsmaßnahmen. Sie werden im Großen und Ganzen als effektiv, Kosten sparend und risikoarm eingeschätzt. Und die meisten Menschen gehen davon aus, dass Früherkennung und Prävention nicht schaden können sondern mit wenig Aufwand viel erreichen".

Es liege dann in der Verantwortung der Medizin, diese Akzeptanz nicht durch das Schüren unerfüllbarer Erwartungen zu gefährden. Dies könne nur gesichert werden, wenn es gleichzeitig eine wissenschaftlich begründete Information über die Wirksamkeit sowie potentielle Risiken und Gefahren gibt.

Kontakt: Dr. David Schwappach, Tel.: 02302/926-793, http://www.GesundheitsPanel.de
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