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DGZMK-Jahrestagung - umfassende Leistungsschau der Zahnmedizin

07.09.2004 - (idw) Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde e.V.

Einen wohl einzigartigen Überblick über den Stand der wissenschaftlichen Disziplinen innerhalb der Zahnmedizin liefert die Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde (DGZMK), die vom 30. September bis 2. Oktober in der Liederhalle in Stuttgart stattfindet. Journalisten können sich über dgzmk@dgzmk.de direkt akkreditieren.

"Wer sich einen aktuellen Überblick über den 'State of the Art' verschaffen will, der kommt an dieser Leistungsschau der Zahmedizin nicht vorbei", sind die beiden Tagungsleiter, Prof. Dr. Dr. Dieter Weingart (Stuttgart) und Dr. Bernhard Fuchs (Leonberg), überzeugt. Der Kongress liefert neue theoretische Erkenntnisse über sein wissenschaftliches Programm und setzt praktische Akzente mit den Workshops der Akademie Praxis und Wissenschaft (APW). Eine große Industrieschau und ein attraktives Rahmenprogramm runden die Veranstaltung ab. "Das umfangreiche Angebot, die hochkarätigen Referenten und nicht zuletzt die schöne schwäbischen Metropole machen den Besuch der DGZMK-Jahrestagung zu einem echten Muß", glauben die beiden Haupt-Organisatoren (das kompette Programm findet sich auf der Internetsite www.dgzmk.de, auf der auch Anmeldungen erfolgen können).

Eines der Fachgebiete, die im Focus der Jahrestagung stehen, ist die Parodontologie. "Am Beispiel der weiterentwickelten, differenzierten Diagnostik und Therapie von Parodontalerkrankungen, basierend auf Forschungsergebnissen aus jüngster Zeit, läßt sich sehr gut belegen, das die Zahnmedizin als integraler Bestandteil der Medizin zu den innovativsten wissenschaftlichen Disziplinen überhaupt zählt", führt Dr. Fuchs aus, der auch Vizepräsident der DGZMK ist.

"Parodontopathien dürfen zweifellos als Volkskrankheit gelten, rund 80 Prozent der Bevölkerung sind davon betroffen. Ihre Entstehung und ihre Progression hängen von angeborenen, genetischen und erworbenen Einflußfaktoren ab. Auf der Jahrestagung werden nicht nur die jüngsten Erkenntnisse über Risikoindikatoren und -faktoren vorgestellt. Auch die Risiken, die Parodontopathien für den allgemeinen Gesundheitszustand bedeuten, beispielsweise Bakterien und ihre Stoffwechselprodukte, die im erkrankten Parodont freigesetzt werden, bleiben nicht unberücksichtigt", so Dr. Fuchs.

Der "State of the Art" in der Parodontologie präsentiere ein Konzept zum Management der Diagnostik und Therapie von Parodontopathien, von denen nur einige wesentliche Aspekte erwähnt werden sollen:
- die mikrobielle Diagnostik mittels erweiterter, differenzierter Markerkeimtests;
- eine zielgerichtete, modifizierte Antibiose;
- minimalinvasive Therapie durch mikrochirurgische Techniken.
- adjuvante regenerative Verfahren, z.B. durch die Anwendung von Schmelz-Matrix-Proteinen mit erweiterten Indikationen.
Auch die neuen Erkenntnisse zum Root-Planning mittels Ultraschallgeräten oder manuell könnten dem Therapeuten weiterhelfen.

Natürlich spielt, so Dr. Fuchs, auch die Parodontitisprävention eine bedeutende Rolle. Sie unterteilt sich in drei Kategorien:
- eine primäre Prävention, die eine Parodontitisentstehung verhindern soll;
- die sekundäre Prävention, mit der eine Progression der Parondontitis verhindert werden soll;
- eine lebenslange Betreuung für chronisch Kranke, die im wesentlichen zum Ziel hat, den Biofilm zu kontrollieren und hin zur physiologischen Ebene zu verändern bzw. zu erhalten.
Dr. Fuchs freut sich, dass in Vorträgen und Workshops während der Tagung die jüngsten Resultate und Entwicklungen präsentiert und diskutiert werden können.

In turbulenten gesundheitspolitischen Zeiten, die in der Rücknahme der Ausgliederung des Zahnersatzes aus der GKV für die deutsche Zahnärzteschaft einen neuen Gipfel errreicht haben, kommen neben der rein fachlichen Kompetenz auch unternehmerische Fertigkeiten zu immer größerer Geltung. Deshalb nimmt die Ökonomie innerhalb der Hauptvorträge auch eine hervorgehobene Stellung ein. So erläutert der Vorsitzende des Sachverständigenrates für das Gesundheitswesen, Prof. Dr. Eberhard Wille (Mannheim), den Zusammenhang zwischen "Ökonomie und Gesundheitspolitik". Der ehemalige DGZMK-Präsident Prof. Dr. Wilfried Wagner (Mainz) wird Ökonomie unter den Aspekten "Qualitätssicherung und Qualifikation" beleuchten, der Präsident der Bundeszahnärztekammer, Dr. Dr. Jürgen Weitkamp (Lübbecke), spricht über die Auswirkungen auf "Standespolitik und Praxisbedingungen". In einer anschließenden Podiums- und Auditoriumsdiskussion unter Leitung des Präsidenten der DGZMK, Prof. Dr. Heiner Weber (Tübingen), sowie des President elect, Prof. Dr. Georg Meyer (Greifswald), können die Erkenntnisse aus den Vorträgen vertieft werden.

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