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Kirchenkantorat an der Ostsee: zehnte internationale Tagung Musica Baltica in Greifswald

07.09.2004 - (idw) Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald

PM 114/2004


"Das Kantorat im 18. Jahrhundert im Ostseeraum. Bewahrung, Ausweitung und Auflösung eines kirchenmusikalischen Amtes" ist der Titel der zehnten Konferenz "Musica Baltica", die seit 1991 regelmäßig in Greifswald und zusammen (und bei) unseren polnischen und schwedischen Nachbarn stattfindet. Die Jubiläumsnummer 10 tagt nicht wie viele Vorgängerinnen in der Heimvolkshochschule Lubmin, sondern im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald (Martin Luther-Str. 14; Beginn 8. 9. 2004, 17.30 Uhr; Ende 10. 9. 2004, 18 Uhr). Organisiert und geleitet wird sie in diesem Jahr von den Professoren Walter Werbeck (Universität Greifswald) und Joachim Kremer (Hochschule für Musik und Theater Stuttgart)

Musica Baltica, begründet von Ekkehard Ochs und Dr. Lutz Winkler, bis heute erweitert fortgeführt zusammen mit Walter Werbeck und Privatdozent Dr. Peter Tenhaef, findet am Ende seinen Niederschlag in den "Greifswalder Beiträgen zur Musikwissenschaft" im Verlag Peter Lang. Die Reihe der Themen ist reich: der Orgelbau an der Ostsee, das Liedgut an der Küste, das Leben von Carl Loewe, die Rezeption von Mozart in Pommern und anderes mehr.

Getragen sind die Tagungen von Referenten von England bis Estland, von Norwegen bis Mähren, von Polen bis Pommern. In diesem Jahr besonders reizvoll ist die Verquickung der Tagung mit der Jahrestagung der Internationalen Heinrich Schütz-Gesellschaft. Heinrich Schütz gilt als der "Eisvater" des evangelischen Liedes; Generationen von Kantoren rund um die Ostsee haben seine Kompositionen bis heute wachgehalten und untereinander weitergereicht.

Die städtischen Kantoren, denen die Tagung gewidmet ist, prägten entscheidend die Musikgeschichte der evangelisch-lutherisch orientierten Gebiete. Als Lehrer und Musiker erfüllten sie in Zusammenarbeit mit Organisten, Stadtmusikanten und Kantoreisängern einen, wie die Organisatoren sagen, "gleichermaßen humanistisch wie auch theologisch geprägten Bildungsauftrag und profitierten von der Hochschätzung der gottesdienstlichen Musik durch Martin Luther". "Musica Baltica", organisiert vom Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaften und kofinanziert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG, befruchtet seit Jahren den Forschungsschwerpunkt der Universität Greifswald, die "Ostseeraumforschung". Auch diese Tagung wird wieder bis Polen, ins Baltikum und nach Skandinavien strahlen.

Informationen: Dr. Lutz Winkler, Institut für Kirchenmusik und Musikwissenschaft, Bahnhofstr. 48-49, 17487 Universität Greifswald, Tel. 03834-86-3503, lwinkler@uni-greifswald.de
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