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Antibiotikaresistenzen, Virulenzfaktoren, Impfstoffentwicklung

15.09.2004 - (idw) Robert Koch-Institut

8. Kitasato-Koch-Symposium am 17.09.2004 im RKI, Wernigerode

Aktuelle Einblicke in den Stand der Forschung bei der Bekämpfung wichtiger humanpathogener Keime bieten deutsche und japanische Wissenschaftler auf dem 8. Kitasato-Koch-Symposium. Die Tagung findet am Standort des RKI in Wernigerode im Harz statt.

Ein Schwerpunkt der diesjährigen Vorträge sind bakterielle Infektionen. Durch zunehmende Resistenzen gegen bekannte Wirkstoffe erhält die Suche nach neuen Antibiotika einen besonderen Stellenwert für die Medizin. Prof. Wolfgang Witte vom RKI wird die Problematik am Beispiel des Bakteriums Staphylococcus aureus, das lebensbedrohliche Infektionen auslösen kann, darstellen. Prof. Harald Lpabischinski von der Bayer AG wird die Suche nach neuen Antibiotika aus Sicht der pharmazeutischen Industrie erläutern. Weitere Themen des diesjährigen Symposiums - die Vorträge werden in englischer Sprache gehalten - sind: die Strategien invasiver Bakterien, Antibiotika und bioaktive Substanzen aus Mikroorganismen, die Nutzung gentechnischer Verfahren zur Gewinnung von Impfstoffen gegen Masern, Virulenzfaktoren des Pilzes Candida albicans sowie die Rolle von Adhäsionsrezeptoren bei akuter Leberzell-Schädigung,

Das alle zwei Jahre stattfindende Symposium erinnert an die Zusammenarbeit Robert Kochs mit seinem erfolgreichen Schüler Shibasaburo Kitasato. Der Tagungsort ist abwechselnd in Japan und Deutschland. Als herausragender Bakteriologe und Arzt vereinigte Robert Koch in der damaligen Zeit an seinem Institut in Berlin eine sehr erfolgreiche Gruppe von Mitarbeitern. Einer davon war Kitasato, der von 1886 bis 1892 zusammen mit Emil von Behring in den Laboratorien Kochs forschte. Große Erfolge erzielte Kitasato im Kampf gegen den Wundstarrkrampf. Er isolierte zum ersten Mal den Tetanus-Erreger und entwickelte gemeinsam mit von Behring die Serumtherapie zur Behandlung von Patienten. Das dabei entwickelte Prinzip der passiven Immunisierung wird bis heute angewendet. Während eines Pestausbruchs in Hongkong isolierte Kitasato fast zeitgleich mit dem Bakteriologen Yersin den Pesterreger. Viele Entdeckungen Kitasatos ebneten Wege für die moderne Immunologie.

Das Kitasato-Institut, Tokio, sowie das Robert Koch-Institut, Berlin, folgen der Tradition ihrer Begründer, moderne Grundlagenforschung in den Biowissenschaften zu betreiben, die Ursachen von Krankheiten sowie Präventions- und Behandlungsmöglichkeiten zu erforschen, um mit diesen Ergebnissen einen Beitrag für die Verbesserung der Gesundheitssituation zu bewirken. Dabei ist das Kitasato-Institut heute ein mit einem Krankenhaus und der gleichnamigen Kitasato-Universität assoziiertes privates Forschungszentrum mit Schwerpunkten bei den Infektionskrankheiten, der Immunologie und Krebserkrankungen.

Das Programm des Symposiums im Internet: http://www.rki.de/AKTUELL/AKTUELL.HTM

Die Abstracts der Vorträge können bei der Pressestelle des RKI angefordert werden.

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Herausgeber:
Robert Koch-Institut
Nordufer 20
D-13353 Berlin
www.rki.de

Pressestelle:
Susanne Glasmacher
(Pressesprecherin)
Günther Dettweiler
(stellv. Pressesprecher)
Claudia Eitner
Heidi Wothe

Kontakt:
Tel.: 01888.754-2239, -2562 und -2286
Fax: 01888.754 2265
E-Mail: presse@rki.de
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