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RWTH heizt aus 2.500 Meter Tiefe

16.09.2004 - (idw) Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen

Einladung zur Journalistentagung "Geothermie-Tiefbohrung"

Eine Bohrung bis in 2,5 Kilometer Teufe soll im Rahmen eines EU-Demonstrationsprojektes Erdwärme für das Studienfunktionale Zentrum "SuperC"der RWTH Aachen sichern (wir berichteten). Im Rahmen einer zweitägigen Informationsveranstaltung am 26. und 27. Oktober 2004 möchten wir Ihnen die Gelegenheit bieten, sich vor Ort ein Bild über das ambitionierte Vorhaben zu machen.

Inmitten des Aachener Hochschulviertels, nur wenige hundert Meter von Dom und Rathaus entfernt, plant die RWTH den Bau des zentralen Service-Centers für Studierende "SuperC". Der Name leitet sich vom Gebäudeentwurf ab, der im Profil an ein überdimensional "C" erinnert. Alle Dienstleistungseinrichtungen für Studierende sollen hier unter einem Dach untergebracht sowie Raum für Tagungen, Konferenzen und Ausstellungen geschaffen werden.

So außergewöhnlich wie die Architektur ist auch das Energiekonzept für das "SuperC": Zur Wärmeversorgung will man Erdwärme als Energiequelle nutzen. Hierzu wird derzeit im Vorfeld der Hochbauarbeiten neben dem zukünftigen Service-Center eine Erdwärmesonde mittels einer 2.500 Meter tiefen Bohrung installiert. Später soll dann in einem geschlossenen Kreislauf kaltes Wasser in die Tiefe geleitet werden. Es erwärmt sich in den Gesteinsschichten, wird wieder an die Oberfläche zurückgepumpt und dort direkt in die Heiz- und Kühlsysteme des Gebäudes eingespeist. Den Startschuss zur Bohrung gab Mitte Juli der NRW-Minister für Verkehr, Energie und Landesplanung Dr. Axel Horstmann, der dem RWTH-Vorhaben die Vorbildfunktion für die Geothermienutzung für Großbauten in NRW und bundesweit zumisst. Das Projekt sei nicht nur unter Klima- und Umweltschutzaspekten interessant - schließlich will die Aachener Hochschule so einen jährlichen Ausstoß von mehr 300 Tonnen Kohlendioxyd vermeiden -, sondern es bestätige auch die Position von NRW als führendes Energietechnologieland. Entsprechend wird die Geothermie-Tiefbohrung vom Land NRW und der EU gefördert.

Für die interdisziplinäre Forschung der RWTH bietet das Geothermieprojekt eine hervorragende Plattform, um Know-how und Leistungsvermögen der Institute aus den Fachgruppen Rohstoffe und Entsorgungstechnik sowie Geowissenschaften zu präsentieren. Für die Stadt Aachen entwickelte sich der Bohrplatz mit seinem über 34 Meter hohen Turm zur nahezu touristischen Attraktion. Innerhalb weniger Wochen nahmen Tausende Besucher die Besichtigungsmöglichkeiten wahr.

Geplant war zu Projektbeginn eine Bohrzeit von insgesamt rund vier Monaten. Der Bohrbetrieb erfolgt rund um die Uhr in vier Schichten. Das Bergamt Düren führt begleitend Schallmessungen durch. Zudem wird die Grundwasserqualität am Bohrloch ständig kontrolliert. Typische Gesteinsproben der Bohrung können in der Infostation gegenüber dem Bohrplatz betrachtet werden. Zu den ausgelegten Präparaten werden Beschreibungen vom Geologischen Dienst NRW und dem Geologischen Institut der RWTH bereit gestellt.

Während der Journalistentagung sollen Ihnen als Vertreterinnen und Vertreter der Medien die aktuellen Ergebnisse und Hintergründe der Tiefbohrung der RWTH detailliert vorgestellt werden. Die beteiligten Wissenschaftler stehen ebenso wie die Hochschulleitung für Fragen und Diskussionen zur Verfügung. Dem beigefügten Programm können Sie die Vortragsthemen entnehmen, mit denen wir Sie über Ziel­setzung und Projektentwicklung informieren wollen. Die Journalistentagung "Geothermie-Tiefenbohrung der RWTH Aachen" beginnt am Dienstag, den 26. Oktober 2004, um 13.00 Uhr und endet am Mittwoch, den 27. Oktober 2004, gegen 14.00 Uhr nach einem abschließenden Mittagessen. Wir laden Sie herzlich zur Teilnahme ein und bitten Sie, Ihre Anmeldung mit dem beiliegenden Rückmeldeformular vorzunehmen. Die Teilnahme ist inklusive Verpflegung und Übernachtung vom 26. auf den 27. Oktober kostenlos. Es würde uns sehr freuen, wenn Sie Ihre Teilnahme ermöglichen können!

Das ausführliche Programm sowie ein Anmeldeformular finden Sie unter den angegebenen Links.
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