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Jahrespressekonferenz 2004: GSF bei EU-Anträgen sehr erfolgreich

17.09.2004 - (idw) GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit

Das GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit stellte am Donnerstag, den 16. September 2004 auf der Jahrespressekonferenz seinen Jahresbericht 2003 vor. Es wurden exemplarisch aktuelle wissenschaftliche Ergebnisse dargestellt. Der Wissenschaftliche Geschäftsführer der GSF, Prof. Dr. Dr. Ernst-Günter Afting, erklärte: Das 6. EU-Forschungsrahmenprogramm ist für die GSF sehr gut angelaufen. Die Quote in der ersten Antragsrunde lag bei 36 %, weit über der durchschnittlichen Erfolgsrate von EU-Anträgen, die bei rund 20 % liegt. Die GSF zählt damit nicht nur innerhalb der Helmholtz-Gemeinschaft zu einem der erfolgreichsten Zentren. In der fast abgeschlossenen zweiten Antragsrunde hat sich die GSF erneut mit über 40 Anträgen beteiligt. Nach dem im ersten Call von der GSF beantragten Fördermittelzuschuss von 39 Millionen Euro wurden im zweiten Call 14,7 Millionen Euro beantragt. Die Förderquote liegt bei mindestens 30 %. Bis dato ist die GSF demnach mit über 30 Projekten und über 12 Millionen Euro EU-Zuschuss am 6. Forschungsrahmenprogramm der EU beteiligt.

Auch beim Nationalen Genomforschungsnetz (NGFN) hat sich die GSF mit mehreren Projekten durchgesetzt. Die hohe Drittmitteleinwerbung bedeutet einerseits, dass die GSF zukunftsträchtige Projekte beantragt hat, andererseits, dass die Qualität der wissenschaftlichen Arbeit sowohl in nationaler als auch internationaler Konkurrenz bestehen kann.

Die Direktorin des neu gegründeten GSF-Instituts für Stammzellforschung, Frau Dr. Magdalena Götz, die sich trotz mehrerer in- und ausländischer Angebote für die GSF entschieden hat, wies darauf hin, dass ihr Institut das erste in Deutschland ist, das Stammzellforschung Organ übergreifend betreibt. Das Ziel dieses vergleichenden Ansatzes ist es, die molekularen und zellbiologischen Mechanismen, die die Schlüsseleigenschaften von Stammzellen regulieren, zu identifizieren. Dies geschieht an Hand von Stammzellen des Nervensystems, des Blutsystems, der Leber und des Pankreas. Ebenfalls vergleichend werden bei der GSF die Mechanismen untersucht, die Stammzellen dazu anregen, abgestorbene Zelltypen wieder zu ersetzen.

Dr. Rainer Meckenstock, Direktor des GSF-Instituts für Grundwasserökologie, wies darauf hin, dass das Institut sich dem komplexen Ökosystem Grundwasser sehr interdisziplinär mit Hydrologen, Chemikern und vor allem Biologen widmet. "Wir versuchen dabei, Grundwasser als Ökosystem zu betrachten, um die generellen Regelmechanismen aufzuklären, die zu der hervorragenden Selbstreinigungsleistung führen. Damit wird ein besonderer Beitrag zum vorsorgenden Gesundheitsschutz geleistet, denn nur wenn wir das System verstehen, können wir den immer größeren Umweltbelastungen wissenschaftlich fundiert entgegentreten und angemessen reagieren."

Das Haushaltsvolumen der GSF beträgt 2004 inklusive der Drittmittel rund 145 Millionen Euro. Die Zahl der Mitarbeiter liegt wie in den letzten Jahren bei rund 1600. Davon sind etwa die Hälfte Frauen.
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