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RUB-Film-Präsentation: Von Rollenklischees und Jungen im Sport

17.09.2004 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Erfolge genießen, Niederlagen verkraften, soziale Spielregeln einhalten - das lernen Kinder und Jugendliche am besten im Sport. Mädchen und Jungen bilden zudem im sportlichen Wettkampf eine geschlechtsspezifische Identität aus. Leistung und Erfolg haben für Jungen aber eine besondere Bedeutung. Das verdeutlicht der Film "Da geb' ich alles! - Jungen und ihre Leistung im Sport", zu dessen Uraufführung die Fakultät für Sportwissenschaft der RUB und die Sportjugend NRW einladen: Mittwoch, 22. September, 15:00 - 16:30 Uhr. Ort: Stiepeler Str. 129, 44801 Bochum, Seminarraum 3 (UHW Erdgeschoss). Die Medien sind herzlich willkommen.

Bochum, 17.09.2004
Nr. 264

"Da geb´ ich alles!"
Von Rollenklischees und Jungen im Sport
RUB-Sportwissenschaftler und NRW-Sportjugend zeigen neuen Film


Erfolge genießen, Niederlagen verkraften, soziale Spielregeln einhalten - das lernen Kinder und Jugendliche am besten im Sport. Mädchen und Jungen bilden zudem im sportlichen Wettkampf eine geschlechtsspezifische Identität aus. Leistung und Erfolg haben für Jungen aber eine besondere Bedeutung. Das verdeutlicht der Film "Da geb' ich alles! - Jungen und ihre Leistung im Sport", zu dessen Uraufführung die Fakultät für Sportwissenschaft der RUB und die Sportjugend NRW einladen: Mittwoch, 22. September, 15:00 - 16:30 Uhr. Ort: Stiepeler Str. 129, 44801 Bochum, Seminarraum 3 (UHW Erdgeschoss). Die Medien sind herzlich willkommen.

Rollenklischees

"Der Film will für geschlechtsspezifische Verhaltensmuster beim Umgang mit Leistung sensibilisieren", so Dr. Nils Neuber vom Lehrstuhl für Sportpädagogik und -didaktik. Er ist aus dem gemeinsamen Projekt "Jungenarbeit im Sport" der Fakultät für Sportwissenschaft und der Sportjugend NRW hervorgegangen. Porträtiert werden vier Jungen und ihre Leistung im Sport: Kerem den Fußballer, André den Schwimmer, Philipp den Turner und Christos den Kletterer. Entgegen der Annahme vom stets aktiven, kernigen Jungen, verdeutlicht der Film, dass Jungen keineswegs immer draufgängerisch und hart sein müssen. Der Film reagiert damit auch auf die verstärkte öffentliche Aufmerksamkeit, die die Zielgruppe "Jungen" nach den PISA Studien in vielen Fachzeitschriften und Tageszeitungen erregt: "Jungen, das verdächtige Geschlecht" oder "Jungen, das benachteiligte Geschlecht".

Reflektierende Jungenarbeit

Die Arbeitsgruppe "Reflektierende Jungenarbeit im Sport" der Sportjugend NRW verfolgt das Ziel, Jungenarbeit als Teil der geschlechtsbezogenen Pädagogik im Sport umzusetzen. Die Arbeitsgruppe integriert diese Konzeptionen auch in die Ausbildung von Jugend- und Übungsleitern, wofür sie spezielle Lehrmaterialen entwickeln und erproben. Nachdem auch die Fakultät für Sportwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum mit dem Film "Auf die Plätze... Sportwissenschaftlerinnen auf dem Weg ins Berufsfeld Sport" bereits Erfahrungen mit einer geschlechtsspezifischen Perspektive im Film gesammelt hat, bot sich eine Zusammenarbeit mit der Sportjugend NRW zu diesem Thema an. Unter der Leitung von Dr. Nils Neuber erarbeiteten sie nun ein entsprechendes, jungenspezifisches Konzept, das sie gemeinsam mit der Film- und Bildstelle der Fakultät umsetzten.

Weitere Informationen

Dr. Nils Neuber, Fakultät für Sportwissenschaft, Ruhr Universität Bochum, 44780 Bochum, Tel. 0234/32-27908, Nils.Neuber@rub.de

Markus Kringe, Sportjugend NRW, Tel. 0203/7381-867 oder 0221-5303953, Markus.Kringe@lsb-nrw.de
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