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18.09.2004 - (idw) Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT

Ein Konsortium führender europäischer Forschungsinstitute und Unternehmen will Gestaltungs- und Organisations-Knowhow für 'Pervasive Gaming' weiterentwickeln und wirtschaftlich nutzbare Plattformen dafür realisieren. 'Los' geht es am 20. September 2004 mit einem einwöchigen Arbeitstreffen beim Fraunhofer-Institut FIT im Schloss Birlinghoven bei Bonn.


Für den Aussen-Spieler verschmelzen Real- und Spielwelt.
Der Indoor-Player kontrolliert die Spielfläche. Spielen ist kulturell - und wirtschaftlich - ein wichtiger Teil unserer Gesellschaft. Heute spielen wir in zwei getrennten "Welten": In unserer realen Welt spielen wir Fußball, gehen zum Eishockey und verfolgen Ferraris Siegeszug aus der Fahrerperspektive; mit Schach, Monopoly, SimCity und Doom tauchen wir in eine virtuelle Welt ein. Mit Förderung der EU arbeiten führende Forschergruppen und Industriepartner aus Finnland, Schweden, Großbritannien und Deutschland daran, diese Trennung zu überwinden. Sie wollen Spiele erfinden und erproben, die das Beste aus realen und virtuellen Spielwelten integrieren. Pervasive Gaming ist das Schlagwort dafür. Dahinter stehen Erwartungen von Spaß, fröhlichem Lernen und solidem Umsatz- und Gewinnwachstum, davor stehen große Herausforderungen an die Kreativität von Spieleerfindern, Designerinnen und Informatikern.

Das integrierte Projekt über Pervasive Gaming - iPerG bündelt diese kreativen Anstrengungen in mehreren experimentellen Spielveranstaltungen, so genannten Showcases. Hier werden Serien von Spielen entworfen, technisch realisiert, praktisch gespielt, evaluiert und für einen nächsten Erprobungszyklus verbessert. In jedem Showcase geht es um spezifische Formen von Spielen, in denen Menschen als (Mit-) Spielerinnen und Zuschauer elektronische Medien - das Internet, Computer, Smartphones, Handys oder interaktives TV - nutzen, um mobil und in Teams Aufgaben zu lösen, in denen reale Spielumgebung und virtuelle Elemente verschmelzen, um aus allen Teilen der Welt mitzuspielen oder das Spiel zu beobachten.

Das ist mehr als reine Zukunftsmusik. Bereits 2005 sollen die ersten Showcases vorgestellt werden. Dazu nutzen die Partner ihre bisherigen Erfahrungen aus ersten Experimenten mit solchen Spieltechniken.

So hat beispielsweise Fraunhofer FIT kürzlich das Augmented Reality-Spiel NetAttack entwickelt und gespielt. Darin konkurrieren Teams aus stationären Partnern und mobilen 'Agenten' im Park von Schloss Birlinghoven. Sie müssen gegnerische Agenten meiden oder ausschalten, virtuelle Werkzeuge im Park finden und mit deren Hilfe möglichst schnell und unentdeckt in hoch gesicherte virtuelle Bereiche vordringen.

Damit solche Spiele bezahlbare Realität werden, erarbeitet das Projekt geeignete Entwicklungswerkzeuge und IT-Plattformen, die in den Showcases erprobt werden. Eine besondere technologische Herausforderung ist die Integration von Mobiltechnologie und Virtual Reality. Außerdem werden Geschäftsmodelle für die kommerzielle Entwicklung und Nutzung von Pervasive Gaming konzipiert.

Kontakt:
pr@fit.fraunhofer.de
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