Live-Schaltung ins Zellinnere08.11.2002 - (idw) Max-Planck-Gesellschaft zur Förderung der Wissenschaften e.V.
Wissenschaftlern am Max-Planck-Institut für Biochemie gelingt erstmals der Blick in eine intakte, lebende Eukaryotenzelle
Abb. 2: Verschiedene Aufnahmen durch ein rauhes Endoplasmatisches Reticulum. Die Membranen sind braun dargestellt und die Ribosomen blau. Foto: Max-Planck-Institut für Biochemie
Abb.5: Aktinfilamente (rötlich braun), die an die Zellmembran (blau) binden. Foto: Max-Planck-Institut für Biochemie
Seit über 10 Jahren arbeiten Wissenschaftler in der Abteilung Molekulare Strukturbiologie von Wolfgang Baumeister an der Entwicklung der Elektronentomographie - ein Verfahren, bei dem die Elektronenmikroskopie mit automatisierten Bildaufzeichnungsverfahren und neuer Bildanalysetechnik kombiniert wird. So konnten sie bereits in das Innere von Bakterienzellen schauen und Zellbestandteile wie Membranen und Molekülkomplexe dreidimensional darstellen. Erstmals gelang es ihnen nun auch Bilder aus dem Zellinneren eines Vielzellers, des Schleimpilzes Dictyostelium discoideum, zu präsentieren und damit den Beweis anzutreten, dass es auf diesem Wege tatsächlich möglich ist, Momentaufnahmen von Zellen höherer Organismen zu erhalten. Ihre Ergebnisse haben die Martinsrieder Forscher in der aktuellen Ausgabe von Science (8. November 2002) veröffentlicht.
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