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Bundesverdienstkreuz für Kurt Dörnemann: Spender der einzigartigen RUB-Theatersammlung wird geehrt

23.09.2004 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Für seine herausragenden Verdienste um die Kultur an Rhein und Ruhr erhielt der Journalist Kurt Dörnemann (91) heute in Bochum das Bundesverdienstkreuz am Bande. Überreicht wurde ihm die Auszeichnung durch Oberbürgermeister Ernst-Otto Stüber. 1987 überließ Dörnemann die Schätze, die er in seinem bewegten Leben gesammelt hatte, der Ruhr-Universität Bochum. Die "Theatergeschichtliche Sammlung" am Germanistischen Institut ist seither ein öffentlich zugängliches Archiv über die Theaterlandschaft im Ruhrgebiet.


Ehrung: Kurt Dörnemann (rechts), Ehefrau Ilse Dörnemann und Bochums OB Ernst-Otto Stüber. Bochum, 23.09.2004
Nr. 272


Ein Leben fürs Revier-Theater
Bundesverdienstkreuz für Kurt Dörnemann
Spender der einzigartigen RUB-Sammlung wird geehrt


Für seine herausragenden Verdienste um die Kultur an Rhein und Ruhr erhielt der Journalist Kurt Dörnemann (91) heute in Bochum das Bundesverdienstkreuz am Bande. Überreicht wurde ihm die Auszeichnung durch Oberbürgermeister Ernst-Otto Stüber. 1987 überließ Dörnemann die Schätze, die er in seinem bewegten Leben gesammelt hatte, der Ruhr-Universität Bochum: Tausende Bilder, Kostümskizzen, Bühnenbildentwürfe, Theaterzettel sowie eine umfassende Zeitungsausschnittssammlung bilden seither den Kern der "Theatergeschichtlichen Sammlung" am Germanistischen Institut, einem öffentlich zugänglichen Archiv über die Theaterlandschaft im Ruhrgebiet.

Einzigartiges Theatermaterial

Welche soziale Struktur hatte zum Beispiel das Bochumer Publikum der 50er-Jahre? Die umfangreiche Sammlung gibt Aufschluss über solche und ähnliche Fragen. An der RUB erkannte man die Chance, mit diesem einzigartigen Material nicht nur ein kulturwissenschaftliches Arbeitsfeld zu öffnen, sondern auch eine festere Verbindung zur Region herzustellen. Das Revier verweist schließlich mit Stolz darauf, dass es die dichteste Theaterlandschaft Europas hat.

Vita Kurt Dörnemann

Kurt Dörnemann wurde 1913 in Witten geboren. Er absolvierte nach dem Abitur 1931 eine Journalistenausbildung, begann als Redakteur zunächst bei der Westfälischen Volkszeitung, dann beim Bochumer Anzeiger, wo er vom Lokalteil zum Feuilleton wanderte und so sein Lebensfeld fand. Nach dem Kriegsdienst berichtete Dörnemann 20 Jahre lang als freier Journalist über das kulturelle Leben im Ruhrgebiet und im Rheinland (u. a. im Rheinischen Merkur, im Mittag, in den Baseler Nachrichten und im Westfalenspiegel). Zugleich warb er eifrig für die von seinem Freund Otto Burrmeister geleiteten Ruhrfestspiele, besonders in Frankreich. Daneben lehrte er einige Jahre lang an der Westfälischen Schauspielschule. 1965 wurde er schließlich "öffentlich-rechtlich": als Kulturredakteur beim WDR. Nach der Pensionierung 1976 konnte er sich ganz und gar seiner Theaterleidenschaft hingeben. Vor allem als Historiker des Bochumer Theaters ist er seither unentwegt aktiv, schreibt Bücher (so "Shakespeare-Theater in Bochum 1919-1979") und Beiträge (etwa über die Bochumer Intendanten Schmitt und Schalla), vor allem aber arrangiert er Ausstellungen zum Bochumer Theater, inzwischen über 30, die bis Weimar, Berlin oder Wesselburen wanderten. Am 21. August 2003 feierte Kurt Dörnemann, einer der Träger der Universitäts-Medaille der RUB sowie des Ehrenrings der Stadt Bochum, seinen 90. Geburtstag.
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