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Erdbeben in der Fußgängerzone

23.09.2004 - (idw) Hermann von Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren

Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft engagieren sich beim Wissenschaftssommer in Stuttgart
Stuttgart, 23. September 2004. Technik ist aufregend und garantiert nichts für Stubenhocker: Das beweisen die Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft beim diesjährigen Wissenschaftssommer in Stuttgart. Dies ist eine Aktion von Wissenschaft im Dialog - einer Initiative, die unter anderem von der Helmholtz-Gemeinschaft getragen wird.

Vom 25. September bis 1. Oktober können sich Kinder, Jugendliche und Erwachsene über aktuelle Forschungsprojekte informieren und auch selbst tüfteln und testen.

"Mit unserem Engagement beim Wissenschaftssommer zeigen wir, dass Wissenschaft spannend ist und Spaß macht", sagt Prof. Walter Kröll, Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. "Wir machen aber auch deutlich, dass Forschung in der Helmholtz-Gemeinschaft Probleme löst, die den Menschen unter den Nägeln brennen." Am Wissenschaftssommer in Stuttgart beteiligen sich Helmholtz-Forschungszentren aus Bremerhaven, Geesthacht, Jülich und Potsdam. Zudem engagiert sich die Helmholtz-Gemeinschaft bei der Ausstellung MO.VE - dort sind Exponate der Forschungszentren in Braunschweig, Karlsruhe, Köln und Stuttgart zu sehen.

Erdbeben in Handarbeit und Durchblick im Tunnel
In den Ausstellungszelten auf dem Stuttgarter Schlossplatz zeigt das GeoForschungsZentrum Potsdam (GFZ), wie sich Erdbebenwellen ausbreiten und wie sie sich messen lassen. Besucher können mit einem Hammer auf einen Globus schla-gen und so - je nach Körperkraft - eine leichte oder starke Erderschütterung auslösen. Ein Seismometer des GFZ zeichnet die Bodenerschütterung auf und stellt sie grafisch dar. Diese Dokumentation ihres handgemachten "Erdbebens" können die Hobby-Forscher anschließend mitnehmen. Das zweite Exponat des GFZ Potsdam ist ein 30 Tonnen schwerer Stein. Mit ihm verdeutlichen die Wissenschaftler die Funktionsweise des Seismischen Imaging Systems (ISIS), das beispielsweise beim Tunnelbau eingesetzt wird. Diese Technologie ermöglicht es, schon während der Bohrung das Gestein vor dem Bohrkopf zu erkunden.

Eisige Forschung auf Stelzen
Ebenfalls in den Zelten auf dem Schlossplatz präsentiert sich das Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung (AWI) aus Bremerhaven. Die Wissenschaftler stellen die neue Polarstation "Neumayer III" vor. Ab 2008 sollen deutsche Forscher in dieser über 3000 Quadratmeter großen Station in der Antarktis leben und arbeiten. Ein Display zeigt die Bauweise von Neumayer III: Die neue Polarstation wird auf Stelzen hoch über dem kalten Eisboden ruhen. Den Unterschied zu den bisherigen Konstruktionen veranschaulicht ein Modell der Station, die seit 1992 in Betrieb ist. Dieser Vorgänger von Neumayer III besteht aus einer Röhrenkonstruktion, die unter dem Eis liegt. Die Röhren werden jedoch durch die ständig wachsenden Schneemassen allmählich erdrückt.

Mit Magnet läuft's wie geschmiert
Wie kann eine Kugel schweben? Antwort auf diese Frage erhalten Besucher am Stand des Forschungszentrums Jülich. Die Wissenschaftler zeigen dort die von ihnen entwickelte Magnetlagertechnik: Zwei Magnete halten eine Kugel genau dort in der Schwebe, wo sich die Anziehungskraft der Magnete ausgleicht. Weil diese Technik verschleißfrei ist und keine Schmiermittel braucht, kommt sie beispielsweise in Herzpumpen zum Einsatz.
Für kleine Wissenschafts-Fans gibt es das Projekt "Fantasiemaschinen", bei dem das Jülicher Helmholtz-Zentrum mitmacht. Bereits im Vorfeld des Wissenschafts-sommers konnten Kinder basteln und werkeln - das Ergebnis wird am 25. September live in der ZDF-Sendung "Tigerenten-Club" präsentiert: die größte Fanta-siemaschine der Welt.

MO.VE - Zukunftsperspektive Mobilität
Nicht nur am Schlossplatz der Wissenschaften engagiert sich die Helmholtz-Gemeinschaft. Als besonderes Highlight des Wissenschaftssommers präsentiert sie gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) das Dialog-Projekt MO.VE: Forscherinnen und Forscher zeigen in der Stuttgarter Fußgängerzone wissenschaftliche Arbeiten aus der Helmholtz-Gemeinschaft. Zwischen dem Stuttgarter Hauptbahnhof und dem Schlossplatz werden in acht The-menmodulen Antworten auf aktuelle Fragen zur Verkehrs- und Mobilitätsforschung gegeben. Auch das Forschungszentrum Karlsruhe (FZK) und die Gesellschaft für Biotechnologische Forschung (GBF) aus Braunschweig beteiligen sich an MO.VE. Zudem stellen die Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft rund die Hälfte der Exponate auf dem Ausstellungsschiff MS Technik. Dort zeigen Wissenschaftler innovative Technik aus den Themenbereichen Denken, Sehen, Hören, Fühlen und Bewegen.

Hinweis für die Medien
Wir laden Sie für den Montag, den 27. September 2004, 10 Uhr zu einem Fototer-min und zum anschließenden Presserundgang durch die Ausstellung MO.VE herzlich ein. Treffpunkt ist das Modul Information auf der Königstraße am Schlossplatz. Um Antwort wird gebeten unter presse@helmholtz.de

Der Schlossplatz der Wissenschaften mit den Ausstellungen der Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft ist täglich von 10 bis 19 Uhr geöffnet. Gleiche Öffnungszeiten gelten für MO.VE und die MS Technik, die an der Neckar-Anlagestelle Wilhelma liegt. Der Eintritt ist frei.

Ansprechpartner für die Medien:

Thomas Gazlig
Dipl.-Biol./Dipl.-Journ.
Leiter Kommunikation und Medien
Büro Berlin
Markgrafenstr. 37
10117 Berlin
Fon/Fax: 030/206 329 57/60
presse@helmholtz.de


Dr. Ellen Peerenboom
Kommunikation und Medien
Büro Berlin
Marktgrafenstr. 37

10117 Berlin
Fon/Fax: 030/206 329 56/60
ellen.peerenboom@helmholtz.de


Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit ihren 15 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 2,2 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Die 24 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Helmholtz-Gemeinschaft erbringen wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie, Verkehr und Weltraum. Die Helmholtz-Gemeinschaft identifiziert und bearbeitet große und drängende Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft, insbesondere durch die Erforschung von Systemen hoher Komplexität.
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