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Statistik: Zahl der Hochschulabsolventen steigt um 4,6 Prozent im Jahr 2003

27.09.2004 - (idw) Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Bulmahn: "Deutschland holt bei Hochschul-Bildung auf"

Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn sieht sich durch die jüngsten Zahlen über einen Anstieg der Absolventenzahlen von deutschen Hochschulen in ihrer Politik bestätigt. "Die langfristig angelegte Strategie der Bundesregierung für mehr Bildung zeigt erste positive Effekte", sagte Bulmahn am Montag in Berlin anlässlich einer aktuellen Veröffentlichung des Statistischen Bundesamtes. Demnach stieg im Jahr 2003 die Zahl der Absolventinnen und Absolventen deutscher Hochschulen um 4,6 Prozent auf rund 218 100 an. Fast die Hälfte (48 Prozent oder 105 600) davon waren Frauen.

Bulmahn sieht in den Zahlen ein Zeichen dafür, dass Deutschland bei der Hochschulbildung aufholt. Im Zuge der großen Bafög-Reform sei die Quote der Studierenden eines Jahrgangs seit 1998 von 28 Prozent auf jetzt 36 Prozent gestiegen. "Diese höhere Beteiligung wird sich in den kommenden Jahren noch stärker in steigenden Absolventenzahlen niederschlagen", sagte Bulmahn.

Die Ministerin sah erste Erfolge auch bei der Internationalisierung des Studiums mit den neu eingerichteten praxisorientierten Bachelor- und Masterstudiengänge. Sie machten sich schon drei Jahre nach ihrer Einführung im Jahr 2000 positiv bemerkbar. Laut Statistik schlossen rund 5.500 Studierende oder drei Prozent aller Absolventen mit einem Bachelor- oder Master ab.

Diese positive Entwicklung werde sich künftig auch in höhere Abschlusszahlen bei den Ingenieur- und Naturwissenschaften bemerkbar machen, sagte Bulmahn: "Wir werden die Reform des Studiums in Deutschland dafür nutzen, die Zahl der erfolgreichen Studierenden gerade auch in den Ingenieur- und Naturwissenschaften deutlich zu erhöhen."

Nach den Zahlen des Statistischen Bundesamtes schloss 2003 im Vergleich zum Vorjahr ein Fünftel (20,9 Prozent) mehr Studentinnen und Studenten ihr Informatikstudium erfolgreich ab. Leichte Zuwächse gab es demnach auch in den Studienbereichen Elektrotechnik (2,5 Prozent) und Maschinenbau/Verfahrenstechnik (3,8 Prozent). Dagegen war der Trend in den Studienbereichen Chemie (minus 3,8 Prozent) und Physik (minus 3,5 Prozent) weiter rückläufig.
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