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UNIK: Kompetenzentwicklung und Lernförderlichkeit

27.09.2004 - (idw) Universität Kassel

Um Kompetenzentwicklung und Lernförderlichkeit und damit die Qualität von Mitarbeiter/innen in Unternehmen geht es am 14. Oktober an der Universität Kassel. Die Forschungsergebnisse aus zwei arbeitswissenschaftlichen Projekten werden vorgestellt und mit Unternehmensvertretern diskutiert. Die Veranstaltung steht Interessierten offen.

Kassel. Um Kompetenzentwicklung und Lernförderlichkeit und damit die Qualität von Mitarbeiter/innen in Unternehmen geht es am 14. Oktober an der Universität Kassel. Die Forschungsergebnisse aus zwei arbeitswissenschaftlichen Projekten werden vorgestellt und mit Unternehmensvertretern diskutiert. Die Veranstaltung steht Interessierten offen.

Von der Weiterbildung zur Kompetenzentwicklung
Lebenslanges Lernen und "Beschäftigungsfähigkeit" werden allenorten von Mitarbeitern und Führungskräften gefordert, um die Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen am Standort Deutschland zu sichern. Dies kann mit Seminaren und Weiterbildung allein nicht bewältigt werden, zumal der entscheidende Transfer, also die Anwendung des Gelernten im Alltag, oft vernachlässigt wird. Deswegen verschiebt sich das Forschungsinteresse seit einigen Jahren hin zum Kompetenzbegriff: Wie kann man die Kompetenzen der Mitarbeiter im Prozess der Arbeit fördern? Welche Maßnahmen können Unternehmen ergreifen, um die Mitarbeiter arbeitsplatznah weiterzuentwickeln? Welche Arbeitsumfeldfaktoren sind zu berücksichtigen, um den Transfer von Seminaren sicher zu stellen? Dies sind die Fragen, mit denen sich eine Arbeitsgruppe um Professor Dr. Ekkehart Frieling, Dr. Simone Kauffeld, Dr. Sven Grote und Dipl. Psych. Katrin Denison am Institut für Arbeitswissenschaft (IfA) der Universität Kassel beschäftigt. In dem Projekt werden ca. 15 praxisnahe und übertragbare Maßnahmen für Unternehmen empirisch untersucht und in einem Handbuch Kompetenzentwicklung für die Praxis zusammengefasst.

Auf der Ergebnistagung werden in Kooperation mit Vertretern aus der Praxis fünf ausgewählte Maßnahmen und erste Ergebnisse dargestellt:
1. Strategieentwicklung mit 60 Führungskräften: Wie geht das? (Langnese-Iglo, Reken)
2. Transfererfolg als zentrale Größe im Bildungscontrolling: Was sind Erfolgsfaktoren? (Pricewaterhouse Coopers Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt)
3. Kompetenzmanagement: Was kann es leisten? (Commerzbank, Frankfurt)
4. Kompetenzentwicklung durch Netzwerke: Was bringt das? (Kasseler Werkstatt, Kassel)
5. Interne Seminare von Mitarbeitern für Mitarbeiter (CTI Consulting AG, Kassel)

Verfahren zur Bewertung der Lernmöglichkeiten an Arbeitsplätzen entwickelt
In einer Studie am Institut für Arbeitswissenschaft (IfA) der Universität Kassel wurden mehr als 1700 Arbeitsplätze hinsichtlich ihrer Lernförderlichkeit untersucht. Professor Dr. Ekkehart Frieling und seine Mitarbeiter Dr. Heike Bernard, Debora Bigalk und Rudolf F. Müller bereisten Unternehmen in der gesamten Bundesrepublik um ein repräsentatives Bild über den Stand der Lernmöglichkeiten in deutschen Unternehmen zu bekommen. Dabei wurde das von den Wissenschaftlern entwickelte Lernförderlichkeitsinventar (LFI), das mehr als 100 objektive Merkmale beinhaltet, die Einfluss auf das Lernverhalten am Arbeitsplatz haben, eingesetzt. Die Untersuchung fand sehr positive Resonanz in der Praxis und das Fazit lautet: Die Lernförderlichkeit der Arbeitsplätze steht nicht nur in Zusammenhang mit den Kompetenzen der Mitarbeiter, sondern auch mit dem Unternehmenserfolg. Und: Die Betriebe haben weit mehr gestalterische Spielräume als erwartet. Es lohnt sich also in das Lernen am Arbeitsplatz zu investieren! Die Frage, wie die Gestaltung eines lernförderlichen Arbeitsplatzes erfolgen kann, wird im Rahmen eines Workshops am 14. Oktober an der Universität Kassel beantwortet. Die Ergebnisse des vierjährigen Projektes werden vorgestellt und mit Vertretern aus der Praxis diskutiert.

Die Projekte werden aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sowie aus Mitteln des Europäischen Sozialfonds gefördert. Die Tagung findet am 14. Oktober, ab 13.45 Uhr im Institut für Arbeitswissenschaft der Universität Kassel, Heinrich-Plett-Str. 40 statt.

Das Programm zur Veranstaltung unter http://www.ifa.e-arbeit.biz/fg1

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Info
Universität Kassel
Annerose Thiele
Institut für Arbeitswissenschaft
Thema: Lernförderlichkeit
tel (0561) 804 4123
fax (0561) 804 4160
e-mail thiele@ifa.uni-kassel.de

Universität Kassel
Dr. Dipl.-Psych. Sven Grote
Institut für Arbeitswissenschaft
Thema: Kompetenzentwicklung
tel (0561) 804 4167
e-mail grote@ifa.uni-kassel.de
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