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Wissenschaft trifft Kunst

28.09.2004 - (idw) GSF - Forschungszentrum für Umwelt und Gesundheit


Vom 6. bis 19. Oktober 2004 stellt der in Troisdorf bei Bonn lebende und arbeitende Bildhauer Benedikt Birckenbach in einem oktagonalen Raum im Biologikum des GSF - Forschungszentrums für Umwelt und Gesundheit / Neuherberg, seine Installation Borobodur vor. Er setzt damit eine lange Tradition der GSF fort, ihr Forschungsgelände Künstlern zu öffnen.

Birckenbach studierte an der Kunstakademie Nürnberg, bei Wilhelm Uhlig und Tim Scott , dessen Meisterschüler er wurde. Mit seinen großformatigen Holzskulpturen und Rauminstallationen hat er sich im In- und Ausland einen Namen gemacht.

Birckenbach bezieht architektonische Charaktere, wie Höhen oder Lichtquellen des Raumes in sein Konzept ein. Dabei thematisiert er spezifische skulpturale Aspekte, wie das Verhältnis der Skulptur zum Raum beziehungsweise das Räumliche in der Skulptur selbst.

Ausgangsmaterial für Birckenbachs Arbeit sind ganze Bäume, die er mit der Kettensäge zu Balken und Brettern schneidet. Schon bei diesem Prozess des Öffnens, des Zerlegens, werden Themen sichtbar, die Birckenbach interessieren. Durch das Zersägen des Stammes wird Energie freigesetzt die zuvor komprimiert war. Dabei ist die Baumgrenze schon von inhaltlicher Bedeutung. Sie gibt nicht nur die Maße vor, sondern ist mit ihrer konischen Form gleichzeitig ein Zeichen für Wachstum und Zeit.

Diese Energie wird noch einmal durch den Einsatz der gelben Farbe unterstrichen, mit der die Skulpturen teilweise gefasst werden und den vom Arbeitsprozess geschundenen Holzbohlen eine malerische Qualität verleihen!
Aus diesem Material baut Birckenbach skulpturale Räume, die anschließend wieder demontiert, beziehungsweise rekonstruiert und im Raum installiert werden, sodass sich je nach architektonischem Bezugsfeld immer neue Konstellationen ergeben. Dies ist durch die, der Arbeit zu Grunde liegende lose Struktur möglich!

Die Installation Borobodur, die eigens für den Raum geschaffen wurde, bezieht sich formal auf den Tempel Borobodur in Indonesien. Der oktagonale Grundriss des Ausstellungsraumes wird zum Thema der Arbeit. So haben auch die vier glockenförmigen Skulpturen einen oktagonalen Grundriss und entsprechen im Durchmesser wiederum den Stupas auf dem Tempel Borobodur! Damit schafft Birckenbach einen architektonischen Bezug zu diesem fernöstlichen Bauwerk!
Ergänzt wird die Ausstellung durch eine Serie von Zeichnungen zu dieser Arbeit!

Vernissage ist am 6. Oktober 2004 um 16.00 Uhr. Die Ausstellung ist vom 7. Oktober bis zum 19. November 2004 täglich von 11.30 Uhr bis 13.30 Uhr geöffnet (Oktogon der GSF, Gebäude 35, Raum 3015), ein Katalog ist erhältlich.
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