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Wasserqualität im Krankenhaus: Experten diskutieren den Einfluss der Hausinstallation

29.09.2004 - (idw) Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Experten diskutieren den Einfluss der Hausinstallation auf bundesweit einheitlicher Basis

Mit Inkrafttreten der neuen Trinkwasserverordnung im Januar 2003 wurde erstmals auch der Einfluss der Hausinstallation auf die Trinkwasserqualität in dem Gesetzestext berücksichtigt. Vor dem Hintergrund der bundeseinheitlichen Verordnung diskutieren Hygiene-Experten auf der 12. Konferenz der Gesellschaft für Hygiene und Umweltmedizin (GHU), die vom 3. bis 5. Oktober 2004 gemeinsam mit der 8. Konferenz der International Society of Environmental Medicine (ISEM) am Universitätsklinikum in Halle stattfindet.

Sauberes Wasser ist in jedem Haushalt wichtig. Noch viel wichtiger ist es jedoch im Krankenhaus: kranke Menschen haben weniger Abwehrkräfte als gesunde und sind daher empfindlicher. Außerdem können Krankheitserreger von einem Patienten auf den nächsten übertragen werden. Und - was oft übersehen wird - ein Krankenhaus ist ein großer Betrieb mit einem kilometerlangen System aus Wasserrohren, das ständig gepflegt und überwacht werden muss. Wenn dann ein Gebäudeumbau das System zusätzlich belastet, kann es schnell zu Verunreinigungen kommen.

Die Gastgeber der diesjährigen GHU/ISEM-Konferenz können ein Lied davon singen: Professor Dr. Marianne Borneff-Lipp, Direktorin des Instituts für Hygiene am Klinikum der Medizinischen Fakultät der Universität Halle-Wittenberg, hatte mit ihren Mitarbeitern während der Renovierungsarbeiten am Standort Kröllwitz und der verschiedenen Umbauaktionen so manches Problem gemeinsam mit den Technikern des Klinikums zu schultern.

Die "Keimquelle Leitungswasser" ist einer der vier großen Themenbereiche, mit denen sich die Hygiene-Experten auf ihrer Konferenz beschäftigen werden. Die anderen sind weitere Infektionsreservoire im Krankenhaus, Raumluft-Hygiene und Umwelttoxikologie. Eingeleitet wird die Konferenz durch einen Gastvortrag von Professor Sally F. Bloomfield von der London School of Hygiene and Tropical Medicine. In ihrem Vortrag befasst sie sich mit gezielten Hygienemaßnahmen, die im Zusammenhang mit den aktuellen gesundheitspolitischen Veränderungen zukunftsweisende Perspektiven geben. In den weiteren Vorträgen referieren Experten aus dem ganzen Bundesgebiet über das Wasser-Sicherheitskonzept der WHO, die Bewertung potentieller aktiver pharmazeutischer Reststoffe im Trinkwasser, legionellen-kontaminierte Kühlwasserkreisläufe und Hausinstallationen sowie Qualitätsstandards bei recyceltem Abwasser.

Das Team um Professorin Borneff-Lipp steuert zu diesem Thema seine Erfahrungen bei der Optimierung von Abwasserbehandlungen durch Pflanzenkläranlagen bei: Diese umweltverträglichen und relativ preiswerten Anlagen wurden in Zusammenarbeit mit dem Team von Dr. Roland Müller am UFZ-Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle entwickelt. Das Projekt wurde durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und soll Erkenntnisse für den Einsatz derartiger Anlagen als Ergänzung zu Kläranlagen üblicher Bauweise erbringen.


12. Konferenz der Gesellschaft für Hygiene und Umweltmedizin (GHU)
gemeinsam mit der 8. Konferenz der International Society of Environmental Medicine (ISEM)
3. bis 5. Oktober 2004, Halle (Saale)
http://www.ghu2004.de


Ansprechpartner:
Prof. Dr. Marianne Borneff-Lipp
Tel.: 0345 55-71095
E-Mail: marianne.borneff@medizin.uni-halle.de

Theresia Wermelskirchen
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg
Referat Öffentlichkeitsarbeit der Medizinischen Fakultät
Tel: 0345 55-75748
E-Mail: theresia.wermelskirchen@medizin.uni-halle.de
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