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Kontaktkultur": Wie Gesellschaften Kontakte aufnehmen, pflegen und daraus neue Kulturen entstehen

29.09.2004 - (idw) Johannes Gutenberg-Universität Mainz

Sonderforschungsbereich "Kulturelle und sprachliche Kontakte" stellt bisherige Untersuchungsergebnisse vor und lädt zur Diskussion ein

(Mainz, 29. September 2004, lei) Wie Gesellschaften miteinander in Kontakt kommen, diesen Kontakt entwickeln und pflegen und daraus vielleicht sogar eine neue Kultur entstehen kann, untersucht ein Sonderforschungsbereich (SFB) an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Die bisherigen Ergebnisse des SFB 295 "Kulturelle und Sprachliche Kontakte: Prozesse des Wandels in historischen Spannungsfeldern Nordostafrikas/Westasiens" werden bei einem Symposium vom 21. bis 23. Oktober 2004 an der Universität Mainz, Alte Mensa, vorgestellt und diskutiert.

Thema dieses 3. SFB-Symposiums ist in diesem Jahr das Konzept der Kontaktkultur. Damit sind sowohl kulturell fest umrissene Formen eingespielten Kontaktes und deren Entwicklung gemeint, als auch Kulturen, die sich auf die eine oder andere Art aus solchen Kontakten herausgebildet haben. Die kommunikativen Prozesse, die innerhalb solcher Kontaktkulturen ablaufen, bewirken Veränderungen in den Wirklichkeitskonstruktionen der beteiligten Gesellschaftsgruppen, die sich beispielsweise in ihrer Sprache niederschlagen können. An der Veranstaltung nehmen international bekannte Referenten aus den Disziplinen Vorderasiatische Archäologie, Altorientalische Philologie, Ägyptologie, Klassische Archäologie, Alttestamentliche Wissenschaft, Ethnologie, Afrikanische Philologie, Äthiopistik, Turkologie und Allgemeine und Vergleichende Sprachwissenschaft teil. Interessenten und weitere Diskussionspartner sind herzlich eingeladen

Sonderforschungsbereiche gelten als Aushängeschild der wissenschaftlichen Leistungsfähigkeit einer Universität. Gefördert von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) sind die Sonderforschungsbereiche langfristig angelegte Forschungseinrichtungen der Hochschulen, in denen Wissenschaftler im Rahmen eines fächerübergreifenden Forschungsprogramms zusammenarbeiten. Der SFB 295 besteht nunmehr seit acht Jahren, Sprecher ist Univ.-Prof. Dr. Walter Bisang vom Institut für Allgemeine und Vergleichende Sprachwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität.
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