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Kooperation auf dem Gebiet des Küsteningenieurwesens mit Universitäten in China

29.09.2004 - (idw) Universität Rostock

In Fortführung langjähriger Kooperationsbeziehungen wird eine Gruppe deutscher Fachleute auf dem Gebiet des Wasserbaus mit Förderung durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft und durch das BMBF in der Zeit vom 10. bis 20. Oktober 2004 am Second Chinese - German Joint Symposium on Coastal and Ocean Engineering teilnehmen. Das Symposium wird von der Hohai-Universität in Nanjing organisiert.
Kontakte zur Hohai-Universität wurden schon vor über 20 Jahren aufgenommen. Die Entwicklung des Riesenreiches China ist in den letzten Jahren unvorstellbar vorangeschritten. Gewaltige Projekte des Großen Wasserbaus sind im Fluss- und Energiewasserbau und im Hafenbau in Angriff genommen worden. Das Drei Schluchten-Staudamm-Projekt im Yangtze, das - wenngleich nicht unumstritten - immerhin eine elektrische Leistung liefert, die der von 18 Kraftwerksblöcken eines Kernkraftwerks entspricht, oder die Ausbauarbeiten der Hafenanlagen Shanghai seien nur beispielhaft genannt.
Die Veranstaltung in Nanjing ist die direkte Fortführung des im Jahre 2002 vom Institut für Wasserbau der Universität Rostock unter gleichem Namen organisierten trilateralen Symposiums. Auch in diesem Jahr ist die Universität Rostock mit drei Teilnehmern gut vertreten. Die deutsche Delegation umfasst 20 Wissenschaftler und Ingenieure verschiedener, auf dem Gebiet des Küsteningenieurwesens tätiger Universitäten und Ingenieurfirmen. Daneben werden etwa 40 Teilnehmer von verschiedenen Universitäten in China (neben Nanjing u. a. Qingdao, Tienjing und Dalien, Partnerstadt der Hansestadt Rostock) und 14 Wissenschaftler aus Taiwan erwartet.
Im Mittelpunkt der Beiträge deutscher Delegierter stehen aktuelle Projekte des Küstenschutzes und des Sportboothafenbaus in Mecklenburg-Vorpommern, so z. B. Küstensicherungsaufgaben auf der Insel Hiddensee, aktuelle Konzepte bei Hochwasserschutzaufgaben in überflutungsgefährdeten städtischen Gebieten und Entwicklungen bei der Planung und Ausführung von Marinas an Brandungsküsten im Zusammenhang mit der touristischen und wirtschaftlichen Entwicklung des Landes.
Wie in früheren Veranstaltungen mit ähnlicher Thematik, die durch die Teilnehmerländer in Deutschland, Taiwan und China erfolgreich organisiert und durchgeführt wurden, steht der Erfahrungsaustausch mit Fachkollegen an erster Stelle. Daneben haben sich seit einem Seminar auf Schloss Hasenwinkel, 1997 durch das Institut für Wasserbau organisiert, auch in der Lehre enge Kooperationsbeziehungen zwischen den beteiligten Instituten entwickelt. An erster Stelle zu nennen ist der Wissenschaftleraustausch zwischen der National Cheng Kung University in Tainan und dem dort angegliederten Coastal Ocean Monitoring Center mit der Universität Rostock. Mehrere Wissenschaftler waren in der Folge des Seminars auf Schloss Hasenwinkel zu Gast in Rostock und haben in Projekten des Instituts für Wasserbau mitgearbeitet.
Mit Förderung durch den Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD) war es möglich, auch Studenten des Wasserbaus und wissenschaftliche Mitarbeiter der Universität Rostock nach Taiwan zu entsenden. Ein schönes Ergebnis sind drei Dissertationen, die von den Professoren in Rostock und Tainan gemeinsam betreut wurden.
Wir versprechen uns von dem vor uns liegenden Symposium vielfältige Anregungen und die Vertiefung von Kooperationsbeziehungen, die in einer immer kleiner werdenden Welt sehr wichtig sind.

Dr.-Ing. Peter Froehle
Institut fuer Wasserbau
Universitaet Rostock
Justus-von-Liebig-Weg 6, LAGII
18059 Rostock
Tel +49 381 498 3923
Fax +49 381 498 3922
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