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Jahrestagung der Leibniz-Gemeinschaft in Berlin am 28. und 29. November 2002

12.11.2002 - (idw) Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz e.V.

Festakt mit Edelgard Bulmahn, Roman Herzog und Hans-Olaf Henkel - Verleihung des Wissenschaftspreises und des Doktorandenpreises - zwei neue Institute wollen die Gemeinschaft stärken

Terminankündigung / Presseeinladung

Berlin/Bonn. Die Leibniz-Gemeinschaft veranstaltet am 28. und 29. November 2002 im Forum Hotel am Berliner Alexanderplatz ihre achte Jahrestagung seit der Gründung im Jahr 1995. Zu den Gremiensitzungen haben sich 150 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus den 79 außeruniversitären Forschungseinrichtungen der Leibniz-Gemeinschaft angemeldet. Den Höhepunkt der Jahrestagung bildet ein Festtakt am 28. November von 17:00 bis 19:30 Uhr mit rund 200 Gästen aus Wissenschaftspolitik, Verwaltung und Forschung. Leibniz-Präsident Hans Olaf Henkel rechnet mit einer "feierlichen, aber auch fleißigen Atmosphäre".

Erstmals besucht Bundesforschungsministerin Edelgard Bulmahn eine Jahrestagung der Leibniz-Gemeinschaft. "Wir werten das als Zeichen gewachsener Anerkennung und Wertschätzung", freut sich Henkel. Altbundespräsident Roman Herzog hält die Festrede. Die Leibniz-Gemeinschaft sei "stolz und geehrt", eine außergewöhnliche Persönlichkeit begrüßen zu dürfen, betont Henkel. "Roman Herzogs Ruck-Rede aus dem Jahr 1997 ist mir unvergesslich", so Henkel weiter.

Den Höhepunkt des Festaktes bildet die Verleihung zweier Wissenschaftspreise. Eberhard Fuchs aus dem Deutschen Primatenzentrum in Göttingen nimmt den erstmals vergebenen und mit 50.000 Euro dotierten Wissenschaftspreis des Stifterverbandes in der Kategorie Gesellschaft braucht Wissenschaft entgegen. Leibniz-Gemeinschaft und Stifterverband würdigen damit wegweisende Forschungsarbeiten für die Entwicklung von Medikamenten und Behandlungsverfahren depressiver Erkrankungen. Der Münchener Historiker Dietmar Süß erhält den mit 2.500 Euro dotierten Leibniz-Doktorandenpreis für seine am Institut für Zeitgeschichte entstandene Doktorarbeit über die Geschichte der Arbeiterbewegung am Übergang in die postindustrielle Gesellschaft nach dem Zweiten Weltkrieg. Erstmals geht die Auszeichnung an einen Geisteswissenschaftler. "Beide Preise sollen Ehre und Ansporn sein", betont Henkel, "und die Preisträger zu neuen wissenschaftlichen Spitzenleistungen beflügeln."

Die Mitgliederversammlung der Leibniz-Gemeinschaft beschließt am 29.11. über die Aufnahme von zwei neuen Leibniz-Instituten. "Ich rechne mit breitesten Mehrheiten und heiße beide Institute schon jetzt herzlich willkommen", sagt Henkel. Das Hans-Knöll-Institut für Naturstoff-Forschung (HKI) in Jena und das Rostocker Institut für Organische Katalyseforschung (IfOK) kommen ab 2003 in den Genuss der gemeinsamen Bund-Länder-Finanzierung, die die Voraussetzung für die Mitgliedschaft in der Leibniz-Gemeinschaft bildet. Beide Institut haben schon in der ersten Jahreshälfte einen Mitgliedsantrag gestellt. Das IfOK bereitet seine Umbenennung in Leibniz-Institut für Organische Katalyseforschung vor.

Das zehn Jahre junge HKI ergänzt in der Tradition Hans Knölls (1913 - 1978), der das Penicillin-Verfahren entwickelte, klassische Forschung mit hochmoderner Zell- und Molekularbiologie. Ein halbes Jahrhundert nach seiner Entstehung stößt das IfOK zur Leibniz-Gemeinschaft. Auf den Tag genau 50 Jahre nach der Gründung des Instituts beschließt die Leibniz-Mitgliederversammlung über den Antrag. Im IfOK werden auf Basis der klassischen Organischen Chemie hochinnovative metallorganische Katalysatoren entwickelt. Derartige Katalysatoren sorgen zum Beispiel für die umweltverträgliche Herstellung von Polymeren oder medizinisch wirksamen Naturstoffen.

An beiden Tagen der Jahrestagung besteht nach Vereinbarung die Gelegenheit zu Hintergrundgesprächen mit den beiden Preisträgern und Spitzenvertretern der Leibniz-Gemeinschaft.

Der Festakt ist presseöffentlich. Anfragen und Rückfragen bitte an:

Dr. Frank Stäudner
Tel.: 0 30/20 60 49 42
Fax: 0 30/20 60 49 55
E-Mail: staudner@wgl.de

Die Leibniz-Gemeinschaft umfasst 79 außeruniversitäre Forschungsinstitute und Serviceeinrichtungen für die Forschung. Das Spektrum der Leibniz-Institute ist breit gefächert und reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Sozial- und Raumwissenschaften bis hin zu den Geisteswissenschaften und Museen mit angeschlossener Forschungsabteilung. Die Institute beschäftigen rund 12.000 Mitarbeiter und haben einen Gesamtetat von 820 Millionen Euro. Sie arbeiten nachfrageorientiert und interdisziplinär und sind von überregionaler Bedeutung. Da sie Vorhaben im gesamtstaatlichen Interesse betreiben, werden sie von Bund und Ländern gemeinsam gefördert. Näheres unter www.wgl.de.


Leibniz-Geschäftsstelle, Eduard-Pflüger-Straße 55, 53113 Bonn; PF 12 01 69, 53043 Bonn, Tel.: 02 28/3 08 15-0, FAX: 02 28/3 08 15-2 55, E-Mail: wgl@wgl.de
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