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Magdeburger Uni-Wissenschaftler: Preisträger der "Henning Kaufmann-Stiftung"

08.10.2004 - (idw) Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Mehr als 50 Historiker, Germanisten, Romanisten, Slawisten und Skandinavisten aus Deutschland, England, Italien, Österreich und der Schweiz trafen sich kürzlich (vom 24. bis zum 26. September 2004) zur Tagung des Forschungsvorhabens "Name und Gesellschaft" in Mülheim an der Ruhr.

Höhepunkt der Veranstaltung war die Verleihung des Preises der Henning Kaufmann-Stiftung zur Förderung der deutschen Namenforschung auf sprachwissenschaftlicher Grundlage an Projektmitarbeiter. Neben Forschern von den Universitäten Bremen, Duisburg, Hamburg, Koblenz, Paderborn, Regensburg und Saarbrücken gehörten auch Diana Trapp M.A. und Dr. Michael Kleinen zu den Ausgezeichneten. Sie sind als wissenschaftliche Mitarbeiter der Otto-von-Guericke-Universität am Lehrstuhl für Geschichte des Mittelalters, Institut, tätig und arbeiten unter Leitung von Prof. Dr. Matthias Springer seit drei bzw. vier Jahren an dem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt mit.

Ziel der Forscher war es, mittels einer eigens geschaffenen internetbasierten Datenbank zu klären, in wie weit frühmittelalterliche Personennamen eine ethnische, soziale und kulturelle Gruppenzugehörigkeit anzeigen. Wenn in den spärlich überlieferten Quellen aus dem 3. bis 8. Jahrhundert n. Chr. u. a. ein Amalung, Widukind, Chlodwig, Remigius oder Ursicinus genannt wird, weiß man nicht zuverlässig, welcher sozialen Schicht, welchem Stamm oder welcher Familie die Personen angehörten. Ebenso wurde der Frage nachgegangen, ob Adlige grundsätzlich andere Namen als zum Beispiel Zinspflichtige oder Hörige trugen. Diese Fragestellungen können nun mit Hilfe einer kritischen Durchmusterung aller erreichbaren Namenzeugnisse, die sich auf etwa 50.000 nachgewiesene Stellen in den überlieferten Schriften von der Völkerwanderungszeit bis zur Zeit Karls des Großen erstrecken, mit Hilfe der Datenbank beantwortet werden.

In Zusammenarbeit mit Informatikern wurde die spezielle Datenbank entwickelt, auf die die beteiligten Universitäten zugreifen können. Nach Abschluss des Forschungsprojektes wird dieses außergewöhnliche Hilfsmittel allen interessierten Nutzern zur Verfügung stehen.
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