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Theologisch-Philosophische Zentralbibliothek feierlich eröffnet

13.10.2004 - (idw) Ludwig-Maximilians-Universität München

350.000 Bücher sind in den letzten Monaten katalogisiert, elektronisch erfasst und in die Regale geräumt worden - heute wurde die neue Bibliothek im so genannten Bücherturm der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München feierlich eröffnet. Nach der Festansprache des Wissenschaftsministers Thomas Goppel und den Segensworten des Evangelischen Landesbischofs Johannes Friedrich sowie des Domkapitulars Prälat Erich Pfanzelt können Gäste und Besucher die lichte Architektur der theologisch-philosophischen Zentralbibliothek besichtigen.

Die modernste Bibliothek der LMU befindet sich im nördlichen Seitenflügel des Universitätshauptgebäudes und ist von der Thomas-Mann-Halle im 1. Stock aus zu erreichen. Auf 2500 Quadratmetern versammelt sie die Bestände der Katholisch-Theologischen und der Evangelisch-Theologischen Fakultät sowie der Fakultät für Philosophie, Wissenschaftstheorie und Religionswissenschaft. 30 über den Innenstadtcampus verstreute Teilbibliotheken wurden dazu zentral zusammengeführt, die alten Zettelkästen aussortiert und der Gesamtbestand elektronisch erfasst. So können Kosten gesenkt, vor allem aber die wissenschaftliche Nutzbarkeit und die Möglichkeit zum Disziplinen übergreifenden Dialog für Forscher und Studierende optimiert werden.

Darüber hinaus bietet der Bücherturm einen deutlich verbesserten Service. Die großzügigen Öffnungszeiten von 9 bis 21 Uhr unter der Woche sowie am Samstag von 9 bis 16 Uhr kommen Studierenden und Wissenschaftlern vor Ort entgegen. Der Bücherturm bietet die größte theologisch-philosophische Freihandbibliothek in Deutschland, 680 laufende Zeitschriften und 140 Leseplätze. Den Studierenden steht erstmals eine gemeinsame Lehrbuchsammlung zur Verfügung. Für Literaturrecherchen sind fünf Internet-PCs und acht OPAC-PCs eingerichtet. 93 Arbeitsplätze sind mit festen Netzzugängen für den Laptop-Betrieb ausgestattet, vier WLAN-Hotspots ermöglichen den drahtlosen Datenempfang. Zur Ausstattung des Bücherturms gehört auch ein Microfilm-Scanner. Auf drei Etagen sind Kopierräume eingerichtet.

Die Errichtung dieser Philosophisch-Theologischen Zentralbibliothek ist Teil eines weit reichenden Vernetzungsprojekts der Universität. In einem nächsten Schritt ist ein Umbau des Adalberttraktes im Hauptgebäude zu einem "Theologicum" geplant, so dass künftig philosophische, theologische und religionswissenschaftliche Forschung und Lehre eine gemeinsame Heimat im Herzen der Universität haben werden.

Der Bücherturm wurde im Zuge der Gesamtsanierung des Nordteils des Hauptgebäudes der LMU eingerichtet, bei der auch das historische Gewölbe für die Unilounge renoviert wurde. Freie Zwischenpodeste, ein komplett neu gestaltetes Treppenhaus sowie die Dachflächenfenster schaffen eine lichte Raumeinheit, die für das historische, von Friedrich von Gärtner, dem königlichen Architekten von König Ludwig I. zwischen 1840 und 1842 erbaute Gebäude einmalig ist. Die organischen, runden Formen der neuen Einbauten sollen den Kontrast zu den klassischen Formen des Gärtner-Baus verdeutlichen und ermöglichen gleichzeitig eine optimale Ausnutzung des Raumes. Ein Lichtband in den Decken der einzelnen Geschosse leitet die Besucher und zeichnet die Hauptorientierungsachse der neuen Bibliothek nach. Idee und Raumplanung stammen vom Baureferat der Universitätsverwaltung, die fachliche und bauliche Umsetzung erfolgten durch die Universitätsbibliothek und das Universitätsbauamt.

(Fotos von der Eröffnung können Sie bei Frau Angelica Fuss unter der Telefonnummer 089/2180-3556 anfordern.)
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