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Modellierung in der Wirtschaftsmathematik

13.10.2004 - (idw) Universität Ulm

Modellierung in der Wirtschaftsmathematik
Neues Graduiertenkolleg an der Universität Ulm

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat die Einrichtung des von der Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften der Universität Ulm beantragten Graduiertenkollegs "Modellierung, Analyse und Simulation in der Wirtschaftsmathematik" bewilligt. Damit erhöht sich die Zahl der in Ulm aktiven Graduiertenkollegs auf vier. Ab 1.7.2005 werden ein Postdoktorand und 12 Stipendiaten zunächst für 54 Monate an praxisnahen Forschungsprojekten aus der Wirtschaftsmathematik arbeiten. Beabsichtigt ist deshalb eine enge Kooperation mit führenden Wirtschaftsunternehmen. Allianz, AXA Versicherungen, Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), DaimlerChrysler, Deutsche Bundesbank, Münchener Rückversicherung, R+V Versicherung und SCOR Rückversicherung haben dazu bereits ihr Bereitschaft bekundet. Selbstverständlich wird auch eine enge Zusammenarbeit mit dem Institut für Aktuarwissenschaften an der Universität Ulm stattfinden.

Für den Sprecher, Prof. Dr. Karsten Urban, Abteilung Numerik, liegt eine besondere Stärke des Kollegs zudem in der interdisziplinären Kooperation der Bereiche Mathematik, Wirtschaftswissenschaften und Informatik. Hier kommt dem Kolleg zugute, daß Mathematik und Wirtschaftswissenschaften wie auch eine Abteilung Angewandte Informationsverarbeitung in ein und derselben Fakultät vereinigt sind. Der 1977 in Ulm entwickelte und außerordentlich erfolgreiche Studiengang Wirtschaftsmathematik wird von dem Graduiertenkolleg wirkungsvoll flankiert. Besonders qualifizierte Absolventen haben die Möglichkeit, in einem exzellenten Umfeld zu promovieren.

Von den Partnern aus der Wirtschaft, so eine grundsätzliche konzeptionelle Idee, sollen praxisrelevante Fragestellungen formuliert und in das Graduiertenkolleg hineingetragen werden. Hier erfolgt dann ihre mathematische Modellierung, ihre Beschreibung als mathematisches Problem, das mit modernen Simulationsverfahren der angewandten Mathematik und der Informatik einer Lösung zugeführt werden kann. Wiederum gemeinsam mit den Experten aus der Wirtschaft werden die gewonnenen Erkenntnisse zu bewerten sein.

Neben den Forschungsvorhaben verfolgt das Graduiertenkolleg ein Ausbildungskonzept mit Spezialvorlesungen für die Stipendiaten, wofür namhafte Professoren aus dem In- und Ausland eingeladen werden. Im Gegenzug sollen die Kollegiaten die Möglichkeit zu wissenschaftlichen Auslandsaufenthalten haben. Das Austauschprogramm der Fakultät für Mathematik und Wirtschaftswissenschaften, das bundesweit größte seiner Art, bietet hierfür hervorragende Voraussetzungen. Als Ertrag der Arbeit des Graduiertenkollegs erwartet die Fakultät eine Stärkung der Forschungsaktivitäten in Verbindung mit der gezielten Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Zugleich soll damit ein Beitrag geleistet werden zur Reform der Promotion durch ein strukturiertes Programm sowie zur erwünschten Verkürzung der Promotionszeiten.
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