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Pieper-Ausstellung: Europäische Werte denken

13.10.2004 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

In diesem Jahr hätte Josef Pieper (1904-1997) seinen 100. Geburtstag gefeiert. Anlass genug für eine Ausstellung an der Westfälischen Wilhelms-Universität, wo der bekannte Philosoph seit 1946 ein halbes Jahrhundert lang gelehrt hat. Piepers lebensnahe und verständliche Reflexion des Menschseins wurde bis weit über Münsters Grenzen hinaus bekannt, dafür sorgten Vortragsreisen in die ganze Welt, sein zahlreiches Schrifttum und seine Präsenz in Funk und Fernsehen.

Piepers Philosophie wird in der Ausstellung in der Universitäts- und Landesbibliothek Münster in Form von Sentenzen dargestellt, die mit dem Philosophen zum Nachdenken existentieller Fragen anregen: Wahrheit und Glaube, das Gute und die Tugenden, das Heilige und die Kontemplation in einer den Nutzen propagierenden Welt. Wer die Person näher kennen lernen oder auch Erinnerungen wachrufen möchte, der kann in der Ausstellung auch dem Leben und Werdegang Piepers nachspüren: Pieper als jugendbewegter Schüler und Student, als wissenschaftlicher Assistent der Soziologie in Münster, als Schriftsteller und Organisator katholischer Bildungsarbeit, der sein christlich-philosophisches Denken trotz Restriktionen im Kontrast zur NS-Ideologie zur Sprache brachte und fortentwickelte, schließlich Pieper als erfolgreicher Hochschullehrer im demokratischen Deutschland.

Zu sehen sind neben originalen Briefen, Notizen, Manuskripten und Büchern auch seltene Stücke, vor allem Leihgaben der Familie, der Josef Pieper Stiftung und des Deutschen Literaturarchivs in Marbach. Eine mediale Präsentation von Fernsehfilmen und Tondokumenten rundet die Ausstellung ab.

Nach einem Symposium im Mai setzt die Ausstellung einen zweiten Akzent im Pieper-Jahr 2004. Sie wird von der Universitäts- und Landesbibliothek Münster in Zusammenarbeit mit der Katholisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität und der Josef Pieper Stiftung in Münster veranstaltet. Vorbereitet wurde sie von Prof. Dr. William Hoye von der Katholisch-Theologischen Fakultät sowie den Fachreferenten für Theologie und für Philosophie der Universitäts- und Landesbibliothek, Dr. Holger Flachmann und Matthias Kayß.

Geöffnet ist die Ausstellung im Ausstellungs-Pavillon der Universitäts- und Landesbibliothek am Krummen Timpen in
Münster noch bis zum 13. November 2004, Montag bis Samstag, jeweils von 12 bis 18 Uhr. Der Eintritt ist frei.
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