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Energie im Haus: Thüringer Hochschulen forschen interdisziplinär

19.10.2004 - (idw) Fachhochschule Erfurt

An der Fachhochschule Erfurt startet das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung mit 1,5 Millionen Euro geförderte Forschungsprojekt "INNOSEG". Es soll bis Ende 2006 laufen und untersucht die Optimierung von Energieflüssen in Gebäuden, wobei vor allem die Bedürfnisse der Nutzer im Vordergrund stehen. Mit der Einführung dieses Forschungsschwerpunkts in Erfurt plant der Fachbereich Versorgungstechnik zugleich die Gründung eines Forschungsinstituts.
Hinter dem Namen INNOSEG verbirgt sich die Interdisziplinäre, Nutzerorientierte und Nachhaltige Optimierung von Stoff- und Energieströmen in Gebäuden. Projektleiter ist Prof. Dr.-Ing. Michael Kappert (Professur für regenerative Energien, Energie- und technisches Gebäudemanagement). Am Projekt sind neun Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus unterschiedlichen Fachrichtungen an der FH Erfurt neu angestellt. Die interdisziplinäre Ausrichtung und Kooperationen mit der FH Jena, der TU Ilmenau, der Bauhaus-Universität Weimar und der Friedrich-Schiller-Universität Jena bündeln die Kompetenzen der Region, um die Optimierung der in Gebäuden vorhandenen Technik aufeinander abzustimmen und den Bedürfnissen der Nutzer anzupassen. Dazu wurde u.a. erstmalig eine Kooperation der Erfurter Ingenieure mit den Psychologen des Lehrstuhls für Arbeits-, Betriebs- und Organisationspsychologie von Professor Trimpop (FSU Jena) ins Leben gerufen, um die Nutzer von Gebäuden in den Mittelpunkt der Forschung zu stellen.
Das in Zusammenarbeit mit INIT e.V. (Innovative Netzwerke in Thüringen) entwickelte Konzept der Fachhochschule Erfurt konnte sich gegen zahlreiche Mitbewerber um ein Highlight-Projekt des BMBF im Rahmen des INNOREGIO-Programmes durchsetzen. Die FH Erfurt setzt damit die erfolgreiche Kooperation mit den im INIT e.V. zusammengeschlossenen Unternehmen der Region fort. Neben dem überzeugenden Antrag gab sicherlich auch der Erfolg der bisher durchgeführten Forschungsvorhaben im Bereich zwischen Bau und Elektronik ("Bautronic") den Ausschlag für die Zusage an Erfurt.
Initiiert wurde das Vorhaben von Professor Michael Kappert, Dekan des Fachbereichs Versorgungstechnik. Der Fachbereich kann 2005 auf eine Tradition von 50 Jahren Ingenieurausbildung in Heizung, Lüftung, Sanitär bzw. Versorgungstechnik in Erfurt zurückblicken. Die 50 erfolgreichen Jahre waren nur durch die ständige Weiterentwicklung von Lehre und Forschung möglich. Das neue Projekt soll diese Tradition fortsetzten.

Weitere Informationen: Web oder Christian Prechtl, FB Versorgungstechnik, FH Erfurt, Tel: 0361/ 6700-666, Mail: prechtl@fh-erfurt.de
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