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Bundestagspräsident Thierse eröffnet am 1. November Zentrum für Interreligiöse Studien in Bamberg

25.10.2004 - (idw) Otto-Friedrich-Universität Bamberg

Seit diesem Wintersemester können Interessierte den interdisziplinären und in Deutschland einmaligen Master-Studiengang "Interreligiöse Studien - Interreligious Studies" an der Universität Bamberg belegen. Der Schwerpunkt liegt hierbei auf den drei monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam. Ihre interreligiösen, aber auch politischen und kulturellen Beziehungen sind Gegenstand des Studiums. Berührungspunkte und Differenzen auszuloten, ist Thema des Studiengangs - eine unabdingbare Voraussetzung für einen konstruktiven Dialog, der in der heutigen Zeit unerlässlich scheint.

Mit dem Zentrum für Interreligiöse Studien (ZIS) ist eine zentrale Einrichtung für die Interreligiösen Studien entstanden. Es wird am Montag, 1. November, in der AULA der Universität Bamberg, Dominikanerstraße 2a, feierlich eröffnet. Festredner ist Bundestagspräsident Dr. Wolfgang Thierse, dessen Vortrag unter dem Titel "Pluralität der Religionen - eine Herausforderung für Staat und Gesellschaft" steht.

Am Dienstag, 2. November, schließt sich ein Forschungskolloquium an, das sich von 9:00 bis 18:00 Uhr dem Thema "Religiöse Identität(en) und gemeinsame Religionsfreiheit - eine aktuelle Herausforderung pluraler Gesellschaften" widmet. Veranstaltungsort ist der neue Hörsaal 105 im Gebäude An der Universität 7. Ziel ist es, anhand eines ebenso grundlegenden wie aktuell brisanten Themas Komplexität und Dimensionen interreligiöser Beziehungen und Verhältnisbestimmungen zu untersuchen. Als Referentin und Referenten sprechen folgende Experten:

Rabbiner Dr. Walter Homolka, Universität Potsdam: "Jüdische Identität in der modernen Welt - Pluralismus als Herausforderung für Religionen und Staat"

PD Regina Ammicht Quinn, Universität Tübingen: "Christliche Identität und Religionsfreiheit"

Prof. Dr. Stefan Huster, Fernuniversität Hagen: "Zur weltanschaulichen Neutralität des Staates"

Zusätzlich stehen als Dr. Reza Hajatpour und Duran Terzi M.A. als Diskutanten zur Verfügung.

Alle Interessierten sind herzlich zu den Auftaktveranstaltungen des ZIS eingeladen.
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