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WLAN: Jeder Hörsaal wird zum Computerraum

28.10.2004 - (idw) Hochschule Niederrhein - Niederrhein University of Applied Sciences


In seiner Vorlesung lässt Prof. Dr. Jürgen Quade die Studenten drahtlos auf Aufgaben auf seinem Server zugreifen Hochschule Niederrhein bietet ihren Studierenden drahtlosen Zugang zum Inter- und Intranet

Kostenlos war das Surfen bisher schon, jetzt wird es an der Hochschule Niederrhein auch außerhalb der Computerräume möglich: Von ihren Laptops aus können sich die Studierenden des Fachbereichs Elektrotechnik und Informatik - vorerst beschränkt auf zwei Gebäude - ab sofort sicher und drahtlos in das Inter- und Intranet einwählen. Das System sei so ausgereift, so Dekan Prof. Dr. Rainer Wallnig, um es auch in anderen Gebäuden und Fachbereichen in Krefeld und Mönchengladbach zu installieren. Das könne im Laufe des nächsten Jahres geschehen.

Die mit Unterstützung von Informatik-Studenten in einem Projekt bei Prof. Dr. Jürgen Quade entwickelte WLAN-Lösung ist ausgesprochen preisgünstig: Sie verwendet lizenzfreie, frei verfügbare Software sowie selbst geschriebene Programme. Auch die Access-Points, die die Verbindung zum Hochschulnetz herstellen, und die VPN-Gateways als Relais-Stationen kosten nur rund ein Viertel soviel wie handelsübliche Komponenten. Ermöglicht hat die Entwicklung und die Installation der Förderverein des Fachbereiches. Dieser hat zudem noch Geld für die Anschaffung von Notebooks zur Verfügung gestellt, so dass die WLAN-Infrastruktur direkt in den Vorlesungen und Übungen eingesetzt werden kann. "Eine Investition in Köpfe", so der Vorsitzende Dr. Rüdiger Kaspers.

Da rund die Hälfte der Studierenden in den höheren Semestern bereits über eigene Notebooks verfügt, steht einem flächendeckenden Einsatz in Vorlesungen, Übungen und Praktika bald nichts mehr im Wege. Für ein "Installfest" am morgigen Freitag haben sich 100 Studenten angemeldet. Dank WLAN werden so aus normalen Hörsälen Computer-Arbeitsräume mit allem Komfort. Die Krefelder Studenten haben gegenüber ihren Kommilitonen an anderen Hochschulen dabei mehrere Vorteile: Der Zugang zum Netz ist dank eines speziellen digitalen "Personalausweises" und eines verschlüsselten Datenverkehrs besonders sicher, und sie haben auch Zugang zu den internen Rechnern, auf denen etwa Professoren Arbeitsaufgaben und Lehrmaterialien bereitstellen.

Die im Projekt entwickelte Installations- und Konfigurationssoftware soll nach Klärung offener Lizenzfragen generell freigegeben werden. Sie dürfte bei anderen Hochschulen, aber auch Unternehmen, auf großes Interesse stoßen und eventuell sogar in Drittmittelprojekte münden. Das Linux-Magazin hat einen Fachbeitrag des Studenten Michael Becker, der im wesentlichen die Software geschrieben hat, und des ebenfalls beteiligten Sebastian Claßen, zur Veröffentlichung in der nächsten Ausgabe angenommen.
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