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Der deutsche Verbriefungsmarkt: Innovativ oder kalter Kaffee?

28.10.2004 - (idw) Hochschule für Bankwirtschaft

HfB-Professor Christoph Schalast appelliert an Verantwortung des Gesetzgebers: "Jetzt die Insolvenzordnung novellieren!"

Frankfurt, 28. Oktober 2004. Beim HfB-Business Luncheon diskutierten gestern knapp 200 Bankerinnen und Banker in der Hochschule für Bankwirtschaft (HfB) "Innovative Verbriefungsstrukturen und KfW". Thomas Bulgrin, Senior Counsel der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) präsentierte unter anderem die Modelle Symvonie 2004 (Mittelstandskredite) und Aries (Staatsschulden der Russischen Föderation).

Verbriefungen an sich seien "kalter Kaffee", so Bulgrin. Oftmals fehlten maßgeschneiderte Lösungen für die speziellen Anforderungen der verkaufs- bzw. verbriefungswilligen Banken. In der Diskussion zeigte sich, dass zahlreiche Banken an der Verbriefung bzw. dem Verkauf von Forderungen interessiert sind, allerdings fehlen ihnen hierfür geeignete Strukturen. Ursachen hierfür sind vorrangig der Wunsch nach Geheimhaltung sowie die fehlende Insolvenzfestigkeit.

Professor Dr. Christoph Schalast, der an der HfB Rechtswissenschaften lehrt und den Business Luncheon organisiert hatte, appelliert daher an die Regierung: "Dem Gesetzgeber kommt eine ganz erhebliche Verantwortung bei der Entwicklung des deutschen Verbriefungsmarktes zu. Wenn es ihm gelingt - wie angekündigt - die Insolvenzordnung zügig zu novellieren, wird der deutsche Markt einen großen Sprung machen."

Christoph Schalast leitet den Forschungsschwerpunkt Bad Debt/Non-Performing-Loans an der HfB und hat die bisherigen Ergebnisse in zwei Arbeitsberichten veröffentlicht, die kostenfrei über die HfB bezogen werden können.

Die Hochschule für Bankwirtschaft / HfB
Die Hochschule für Bankwirtschaft (HfB) ist das Kompetenzzentrum in Forschung und Lehre für Banking & Finance und Management. Sie bietet auf die Bedürfnisse der Finanzwirtschaft ausgerichtete, international anerkannte akademische Studiengänge sowie branchenübergreifende MBA-Programme an. Über 50 Professoren, Lehrbeauftragte und Sprachdozenten betreuen derzeit knapp 600 Studierende in staatlich anerkannten und FIBAA-akkreditierten Studiengängen. Um Aktualität und Praxisbezug zu gewährleisten, pflegt die Hochschule einen intensiven Austausch mit der Praxis. Für die international ausgerichteten Studiengänge kooperiert sie weltweit mit 24 Universitäten und Business Schools. Träger der HfB ist die Bankakademie e. V., in deren Aufsichtsrat die Deutsche Bank, die Dresdner Bank, die Commerzbank, die Bayerische Hypo- und Vereinsbank, die ING-BHF-BANK sowie der Bundesverband deutscher Banken vertreten sind.

Am 3. November 20004 wird die HfB in eine wissenschaftliche Hochschule im Universitätsrang überführt.

Weitere Informationen zur HfB im Internet unter www.hfb.de.

Kontakt:
Angelika Werner
Presse & Information
Hochschule für Bankwirtschaft
Tel. (069) 154 008 708
Mobil 0173 / 72 509 05
Mail werner@hfb.de
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