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Kanzlerwechsel in Münster

02.11.2004 - (idw) Westfaelische Wilhelms-Universität Münster

Dank und Anerkennung für den ausgeschiedenen langjährigen Kanzler der Universität Münster Dr. Klaus Anderbrügge und erwartungsvolle Worte und des Willkommens für seine Nachfolgerin Dr. Bettina Böhm bestimmten am 2. November eine akademische Feier in der überfüllten Aula des Schlosses zu Münster.

Mit der Juristin Dr. Bettina Böhm hat in den Semesterferien Anfang August die erste Frau in der Geschichte der Westfälischen Wilhelms-Universität das Kanzler-Amt übernommen. Ihr Vorgänger Dr. Klaus Anderbrügge war Ende Juli, wenige Tage nach seinem 65. Geburtstag, in den Ruhestand getreten. Der Beginn des Wintersemesters machte nun eine offizielle Übergabefeier der Universität möglich, an der zahlreiche führende Vertreter von Politik, Wissenschaft, Wirtschaft, Kirchen, Gerichtsbarkeit und Verbänden teilnahmen.

Voll des Lobes über die erfolgreiche und verdienstvolle Tätigkeit Anderbrügges waren alle Redner dieses Tages. Heiner Kleffner vom nordrhein-westfälischen Ministerium für Wissenschaft und Forschung schilderte ihn als "einen der profiliertesten Kanzler im deutschsprachigen Raum", der sich bleibende Verdienste um die Hochschulreform erworben habe. Dr. Heiko Schultz (Weimar) und Dr. Michael Stückradt (Aachen) würdigten seine Arbeit in den Arbeitskreisen der Universitätskanzler auf Bundes- und Landesebene, insbesondere im Bereich der Fort- und Weiterbildung. Seine besonderen Fähigkeiten zur Kommunikation, Motivation und Konfliktlösung standen im Mittelpunkt der Grußworte des Vorsitzenden des Förderkreises der Universität, Dr. Rolf Gerlach, und des Vorsitzenden des Personalrats der nichtwissenschaftlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Frank-Peter Kaup.

Rektor Prof. Dr. Jürgen Schmidt zitierte in seiner Ansprache den Slogan einer früheren Bundestagswahl: "Auf den Kanzler kommt es an!" Ein akademische Großbetrieb wie die Universität Münster benötige mehr denn je professionelles Management. Dr. Klaus Anderbrügge habe die entscheidenden Weichen gestellt für seine Nachfolgerin, die der Rektor in der Universität Münster ausdrücklich willkommen hieß.


Beim Vergleich der Ergebnisse seiner Arbeit in Münster mit den beim Amtsantritt vor neun Jahren festgelegten Zielen zeigte sich Anderbrügge durchaus zufrieden: "Vieles, nicht alles ist erreicht". Häufig sei das Ziel aber auf anderen Wegen erreicht worden, als beim Start gedacht. Alles in allem sei die Tätigkeit als Kanzler der Universität Münster für ihn ein "Traumberuf" gewesen. Kritische Anmerkungen machte er zur Leitungsstruktur der Universität, die er sich schlanker und in der Aufgabenverteilung zwischen Prorektoren und Kanzler auch klarer wünsche.

Die neue Kanzlerin, die von der Universität Dortmund nach Münster gewechselt ist, wies auf zahlreiche Herausforderungen hin, denen sich die Universitäten gegenüber gestellt sehen. Dazu zählte sie den Rückgang der staatlichen Mittel ebenso wie die Notwendigkeit, noch mehr Studierende auf hohem Niveau auszubilden und im internationalen Wettbewerb zu bestehen. Die zunehmende Autonomie, die den Hochschulen eingeräumt werde, wertete Dr. Böhm dagegen ehr als Chance, deren Wahrnehmung allerdings ein modernes Hochschulmanagement erfordere. Die Universität Münster müsse ihr Profil im Wettbewerb mit anderen Hochschulen im In- und Ausland deutlicher machen und nach außen ein eigenständiges und attraktives Bild vermitteln.

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