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Hier bestimmen Sie den Preis!

08.11.2004 - (idw) Johann Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt (Main)

Forschungsprojekt www.price-your-dvd.de erschließt neue Wege der Preisfindung FRANKFURT. Obwohl erst rund die Hälfte aller Deutschen Haushalte einen DVD-Spieler besitzt, haben DVDs den herkömmlichen VHS-Videosystemen längst den Rang abgelaufen. So ist auch in diesem Jahr wieder damit zu rechnen, dass sich auf zahlreichen Gabentischen DVDs finden werden.

Wem jedoch die Suche nach dem jeweils günstigsten Preis für seine Wunsch-DVDs zu zeitaufwändig ist, sei die Teilnahme an einem neuen Forschungsprojekt der Professur für Electronic Commerce empfohlen: Auf www.price-your-dvd.de können sich Konsumenten drei DVDs aus einer Liste von 100 top aktuellen Titeln auswählen und anschließend ein Gebot abgeben.

Nach Ablauf des Projektes - spätestens Ende November - wird den Teilnehmern dann mitgeteilt, ob das Gebot ausreichend war und die DVDs zum gebotenen Preis verschickt werden können. Versandkosten fallen dabei nicht an.

Die Gebotsabgabe selbst wird über den innovativen 'Reverse-Pricing-Mechanismus' abgewickelt, dessen Erforschung sich ein Team der Professur für Electronic Commerce zur Aufgabe gesetzt hat. Durch eine Um- kehrung des herkömmlichen Preismechanismus gestattet das Reverse Pricing sowohl dem Käufer als auch dem Verkäufer eine Einflussnahme auf den Preis eines Produktes - in diesem Fall das Bundle aus drei DVDs.

Während der Verkäufer zunächst einen Mindestpreis festlegt, kann ein Käufer durch die Abgabe eines Gebotes oberhalb des ihm unbekannten Mindestpreises das Produkt erwerben und die Transaktion einleiten. Unterhalb des Mindestpreises findet die Transaktion hingegen nicht statt.

Zur Erprobung des Reverse-Pricing-Mechanismus hat die Professur für Electronic Commerce bereits die Handelsplattform www.uPrice.de entwickelt, über die auch der Verkauf der DVDs abgewickelt wird. Neben diesem aktuellen Projekt können auf uPrice Produkte jeder Art eingestellt und einer großen Anzahl von Käufern angeboten werden. Die Angebotserstellung ist dabei völlig kostenlos, es fallen weder Einstellgebühren noch Verkaufsprovisionen an, da das primäre Interesse der Professur für Electronic Commerce als Plattformbetreiber der Erforschung des neuartigen Reverse-Pricing-Mechanismus gilt.

Reverse Pricing ist ein Teilprojekt des Forschungsschwerpunktes PREMIUM ('Preis- und Erlösmodelle im Internet - Umsetzung und Marktchancen'). Im Rahmen der Entwicklung der Internetökonomie wird PREMIUM dabei vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Der Sprecher des Forschungsschwerpunktes Prof. Bernd Skiera legt besonderen Wert auf eine enge Verzahnung von Wissenschaft und Praxis. Das Teilprojekt Reverse Pricing arbeitet hart an diesem Wissenstransfer: Nach 2004 wird man auch 2005 aktiv auf der CeBIT in Hannover vertreten sein und mit einem Stand die Universität Frankfurt repräsentieren.

Kontakt: Martin Bernhardt; Professur für Electronic Commerce. Tel.: 069-798-28885; Fax.: 069-798-28973; E-Mail: bernhardt@wiwi.uni-frankfurt.de / info@uprice.de
Weitere Informationen: http://www.uPrice.de

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