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Ehrendoktorwürde für Prof. Wilfried Brauer

10.11.2004 - (idw) Technische Universität München

Der Fachbereich Mathematik und Informatik der Freien Universität Berlin hat Prof. Wilfried Brauer, Ordinarius für Informatik an der TU München, in Würdigung seiner herausragenden Verdienste um die Informatik in Deutschland die Ehrendoktorwürde verliehen. In seiner Laudatio hob Prof. Wolfgang Wahlster, Universität des Saarlandes, insbesondere die Entwicklung Brauers von den Formalen Sprachen und Automatentheorie zu interdisziplinären und theoretisch fundierten Arbeiten im Bereich der KI hervor. Seine Arbeiten auf den Gebieten der Theoretischen Informatik und Künstlichen Intelligenz hätten national wie auch international Maßstäbe gesetzt. Unter der Gratulanten befand sich auch TU-Vizepräsident Prof. Arndt Bode.

Der 1937 in Berlin geborene Wilfried Brauer begann 1956 sein Mathematik-Studium an der Freien Universität Berlin. Nach seinem Abschluss 1961 wechselte er an die Universität Bonn, an der er 1966 promovierte und 1970 in Mathematik und Informatik habilitierte. Nach einer Professur an der Universität Hamburg folgte er 1985 einem Ruf an den Lehrstuhl für ?Theoretische Informatik und Grundlagen der Künstlichen Intelligenz" der Technischen Universität München.

Durch seine wissenschaftlichen Forschungsarbeiten wie auch sein hohes Engagement in zahlreichen Organisationen, Verbänden und Ausschüssen hat Prof. Brauer die Entwicklung der Informatik entscheidend mitgeprägt: Unter anderem war er Vorsitzender der Gesellschaft für Informatik e.V. (1977-1979), leitete von 1985-1990 das Technical Committee on Education (TC3) der IFIP (International Federation for Information Processing), bei der von 1994-1998 auch Vizepräsident war. Von 1994-1997 war er Präsident der European Association for Theoretical Computer Science (ETACS). Als Vorsitzender der Gemeinsamen Kommission Informatik trieb er 1985 die Gründung des Bereichs Informatik an der FU Berlin voran und unterstützte als Mitglied einer Kommission des Wissenschaftsrates 1997 dessen weiteren Ausbau.

Zu seinen wichtigsten Auszeichnungen und Ehrungen zählen unter anderem der Felix Hausdorff-Gedächtnispreis (1966), die Werner Heisenberg-Medaille der Alexander von Humboldt-Stiftung (2000) und der Isaac Auerbach-Preis der IFIP (2002). 1996 wurde ihm zudem die Ehrendoktorwürde der Universität Hamburg verliehen.

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