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RUB-Institut Diaspora- und Genozidforschung feiert 10-jähriges Bestehen

10.11.2004 - (idw) Ruhr-Universität Bochum

Es ist bis heute die einzige Einrichtung dieser Art in Deutschland: 1994 mit dem Ziel gegründet, in Deutschland ein Zentrum für fachübergreifende Forschung über kollektive Gewalt und Völkermord zu schaffen, feiert das Institut für Diaspora- und Genozidforschung (IDG) der RUB in diesen Tagen sein 10-jähriges Bestehen. "Gefeiert" wird mit einem wissenschaftskritischen Symposium zum Thema "Wissenschaft im Einsatz" am 18. und 19. November 2004 im Museum Bochum. Am 20. November begeht das IDG, ein An-Institut der RUB, sein Jubiläum mit einem Festakt. Die Medien sind herzlich willkommen. Bochum, 10.11.2004
Nr. 334

Wissenschaft im Einsatz
RUB-Institut feiert 10-jähriges Bestehen
Diaspora- und Genozidforschung: einzigartig in Deutschland

Es ist bis heute die einzige Einrichtung dieser Art in Deutschland: 1994 mit dem Ziel gegründet, in Deutschland ein Zentrum für fachübergreifende Forschung über kollektive Gewalt und Völkermord zu schaffen, feiert das Institut für Diaspora- und Genozidforschung (IDG) der RUB in diesen Tagen sein 10-jähriges Bestehen. "Gefeiert" wird mit einem wissenschaftskritischen Symposium zum Thema "Wissenschaft im Einsatz" am 18. und 19. November 2004 im Museum Bochum. Am 20. November begeht das IDG, ein An-Institut der RUB, sein Jubiläum mit einem Festakt. Die Medien sind herzlich willkommen.

Programm im Internet

Das ausführliche Programm der Tagung steht im Internet unter
http://www.rub.de/idg

Gibt es den unabhängigen Wissenschaftler?

Zur Diskussion steht das Bild des unabhängigen, unpolitischen Wissenschaftlers. Das Thema des Symposiums ist überraschend aktuell: Die Entwürfe der globalen Weltpolitik nach dem 11. September, die Diskussionen um die Stammzellenforschung, die neuen militärtechnologischen und militärpsychologischen Entwicklungen machen deutlich, wie sehr wissenschaftliche Arbeiten eingebunden sind in politische Strategien. Daher geht die Tagung deutlich hinaus über eine Betrachtung der Rolle von Juristen und Medizinern im Nationalsozialismus, wie sie in den letzten Jahren verstärkt untersucht worden ist.

Verwicklung in Vernichtungspolitik

Im Mittelpunkt steht die direkte oder indirekte Verwicklung von Disziplinen wie Politikwissenschaft, Philosophie, Pädagogik, Geschichtswissenschaft, Germanistik, Rechtswissenschaft oder Medizin in eine staatliche Vernichtungspolitik. Die Referentinnen und Referenten erörtern die spezifischen Rollen und Funktionen von Wissenschaften und Wissenschaftlern: Karrieremotivationen treten interessanterweise zunehmend in den Hintergrund. So gab es zum Beispiel im Nationalsozialismus ein modernes, anwendungsorientiertes Wissenschaftssystem, das nicht nur Legitimationen für die Politik bereitstellen konnte, sondern auch Motivationen und Ziele beispielsweise für bevölkerungspolitische Maßnahmen formulierte. Die Tagung des IDG bietet breiten Raum für neue Forschungsergebnisse. Einen zweiten Schwerpunkt bildet die kritische Frage nach der fortdauernden gesellschaftlichen Verantwortung von Wissenschaft und Forschung. Die Tagung leiten Dr. Mihran Dabag (IDG) und Prof. Dr. Käte Meyer-Drawe (Institut für Pädagogik der RUB).

Festakt mit Politikern

Auf dem anschließenden Festakt (20.11., 10.30 Uhr, Museum Bochum) sprechen unter anderem Dr. Ottilie Scholz, die neue Oberbürgermeisterin der Stadt Bochum, und Hartmut Krebs, Staatssekretär im Ministerium für Wissenschaft und Forschung des Landes NRW. Den Festvortrag zum Thema "Der Schrecken der Geschichte und die Antwort der Wissenschaft" hält Prof. Dr. Jörn Rüsen, Präsident des Kulturwissenschaftlichen Instituts im Wissenschaftszentrum NRW.


Weitere Informationen

Dr. Mihran Dabag, Institut für Diaspora- und Genozidforschung an der Ruhr-Universität Bochum, Tel. 0234/32-29700, -29702 (Sekretariat), Fax: 0234/32-14770, E-Mail: idg@ruhr-uni-bochum.de, Internet: http://www.rub.de/idg
Weitere Informationen: http://www.rub.de/idg
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